King Hannah: I'm Not Sorry, I Was Just Being Me (lim.ed. Orange Vinyl) - Hilfe
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King Hannah - I'm Not Sorry, I Was Just Being Me (lim.ed. Orange Vinyl)

Cover von I'm Not Sorry, I Was Just Being Me (lim.ed. Orange Vinyl)
King Hannah
I'm Not Sorry, I Was Just Being Me (lim.ed. Orange Vinyl)

Label City Slang
Erstveröffentlichung 25.02.2022
Format LP
Lieferzeit 4 – 6 Wochen
Preis 24,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ein Duo aus Liverpool, mit zwei bis drei festen Begleitern. Irgendwo zwischen Shoegaze, Psychedelia, Americana-Tendenzen, Indie Rock verschiedener Art, (Southern) Gothic- und Folk-Elementen, gar mal Trip Hop-Anleihen, Dream Pop oder ein Hauch Doom all das beschränkt sich jedoch jeweils auf nur einen Teil (oder sogar nur einzelne) und immer (variabel) kombinierte Stücke, in verschiedener Schwerpunktsetzung. Wobei die Americana-Assoziationen auch durch die Weite der Klang- (Gitarren-) Landschaften getriggert werden (die mehrfach für verstärkte Attraktivität des Klangbildes sorgen!). Ein weiterer häufiger und ungemein bereichernder, ja phasenweise faszinierender Aspekt: Die enorm atmosphärische Machart diverser Songs, in vorzugsweise/großteils (manchmal außerordentlich) dunklen Stimmungen. Das Ergebnis erinnert z.B. an Portishead beim Wildern in verwandten Genre-Gärten (in einem Fall massiv), Mazzy Star-Parallelen stechen noch stärker heraus, weitere (meines Wissens selbst genannte) Vorbilder sind Cowboy Junkies, Can (höre ich nicht, höchstens mal für Sekunden), Smog (schon etwas deutlicher) und insbesondere Red House Painters. Die Stimme der Sängerin (gerne als Mix aus Lana Del Rey und Beth Gibbons beschrieben) paßt zu dieser Musik geradezu kongenial, teilweise verzaubernd. Gitarren dominieren, ein Synthie grundiert vor allem, tritt nur ab und zu offensiv in Erscheinung, Akustikgitarren dito (v.a. in Intros), ab und zu wird ein punktierendes Piano auffällig. Das Ergebnis bildet zwar ein recht geschlossenes wiedererkennbares Ganzes, variiert aber doch z.T. beträchtlich. Um mal 2 Songs als Beispiele zu nennen: Ein Amalgam aus anfangs angedeuteten frühen Black Sabbath-Riffs (in freilich trockener), tanzenden Drums, spookigen punktuellen Synth-Einwürfen und später allerfeinst verzerrten/fuzzenden Gitarrenteppichen (im Übrigen Merkmal einiger Stücke) sorgt für eine dunkle fast sinistre in Wellen verdichtete Stimmung. Oder, noch besser und ein großartiges Highlight (einer von 3 etwas längeren Tracks): Balladesker düsterer 80s-angelehnter dezent melancholischer „Americana-Indie-Rock“ entwickelt sich in der 2. Hälfte zu einer dort rein instrumentalen mehrfach geschichteten Gitarren-Grandezza, die angesprochene Weite paart sich mit einer Prise Elegie, Melodiebildung, Sound und Atmosphäre ergeben ein fürwahr perfektes Ganzes. Anderswo agieren sie u.a. in rhythmischer Hinsicht richtig stoisch, oder relativ heavy, reduziert-trocken und beinahe fatalistisch, ungeheuer intensiv wie entspannt dahinfließend, ein Groove taucht auf, poppiges Flair durch die eingängigen Refrains, kurz auch eine Art Ambient-Schleife oder eine Spur Grunge. Und es gibt eine ganze Menge repetitive Riffs/Licks! Nicht nur ich nehme an, daß man noch viel von ihnen hören wird. Dicke Empfehlung! (detlev von duhn)

Review

KING HANNAH's debut full length album, I'M NOT SORRY, I WAS JUST BEING ME an inspired melding of American influences as diverse as Red House Painters, Mazzy Star and Smog with more British sources like PJ Harvey and Portishead offers a stunning showcase of the Liverpool duo's talent, its dozen songs full of darkness and wit, mesmerising and thrilling in equal measures. Indeed, titles are rarely more impeccably chosen than the one Wales-born Hannah Merrick and local boy Craig Whittle have chosen. At once a humble clarification and a stubborn challenge, it not only sums up the duo's single-minded vision and their determination to remain true to themselves, but also offers a glimpse of the wry, knowing humour lurking in the shadows of the record. At times it's like listening to dusty jukebox 7" singles from the late 1950s played at half speed, and at others like Cowboy Junkies forced to play The Trinity Sessions at knifepoint with a pounding whiskey hangover.

Tracklisting
A1. A Well-Made Woman (05:19) <
>A2. So Much Water So Close To Drone (00:34) <
>A3. All Being Fine (03:30) <
>A4. Big Big Baby (03:02) <
>A5. Ants Crawling on an Apple Stork (03:13) <
>A6. The Moods That I Get In (07:43) <
>B1. Foolius Caesar (03:46) <
>B2. Death of the House Phone (01:28) <
>B3. Go-Kart Kid (HELL NO!) (05:43) <
>B4. I'm Not Sorry, I Was Just Being Me (04:31) <
>B5. Berenson (03:01) <
>B6. It's Me and You, Kid (04:03) 
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