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Brandi Carlile - In These Silent Days

Cover von In These Silent Days
Brandi Carlile
In These Silent Days

Label Atlantic
Erstveröffentlichung 01.10.2021
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 18,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Inspiriert von der Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte (beim Schreiben des diesjährigen New York Times-Bestsellers »Broken Horses«), entstand »In These Silent Days«, während Carlile zu Hause mit ihren langjährigen Kollaborateuren und Bandmitgliedern Tim und Phil Hanseroth in Quarantäne war. Die zehn Songs handeln von Akzeptanz, Glaube, Verlust und Liebe und kanalisieren Ikonen wie David Bowie, Freddie Mercury, Elton John und Joni Mitchell - die beiden letztgenannten, die sich durch eine Art kosmische Ausrichtung der Sterne als enge Freunde entpuppten, aber auch als ihre größten Helden und Inspirationen.

Aufgenommen wurde das Album wieder in Nashvilles historischem RCA Studio A mit den Produzenten Dave Cobb und Shooter Jennings. »In These Silent Days« folgt auf Carliles mit dem GRAMMY Award ausgezeichnetes Album »By The Way, I Forgive You« (von 2018), das der Rolling Stone als ».....eine Adele-meets Joni Mitchell tour de force« bezeichnete.

So hört das unser Rezensent:
Mit Country hat das nur noch (mit 1 Ausnahme) am Rande zu tun, Ähnliches gilt freilich auch für die des Öfteren bemühten Joni-Vergleiche. Diese Musik wirkt dermaßen zeitlos… Die Songs basieren meist auf Akustik-Gitarre oder Piano, E-Gitarre wird nur zur Hälfte eingesetzt, die Songs (mit recht viel kommerziellem Potenzial, aber halt einfach von hoher Qualität) sind überwiegend ausnehmend angenehm variationsreich, manchmal sogar kurzzeitig überraschend gestaltet, bewegen sich in wechselnden Kombinationen irgendwo zwischen reifem edlem Songwriter-Pop (der mich, trotz der Zeitlosigkeit, mehrfach an die 70er Jahre erinnert), Folkeinfluß in verschiedener Stärke, Rock-Elementen (die auch nur punktuell auftreten können), von rootsig-rockig mit viel Dynamik und Power (bei wechselnden Stimmungslage) über klassische Piano-Balladen mit z.T. dramatischer Ader (wobei schon mal eine plötzliche heftig sägende Gitarre auftauchen kann) bis zu gänzlich reduzierten Tracks in schlichter und/oder zarter Schönheit. Ohne auf immens vollmundige Phasen zu verzichten. Gesanglich immer wieder weit ausgreifend (bis regelrecht stimmgewaltig), teils wunderbar phrasierend ein Genuß! Musik mit Anspruch, oft ausgesprochen beeindruckend, Dave Cobb und Shooter Jennings produzierten. (detlev von duhn)

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