Spellling: The Turning Wheel - Hilfe
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Spellling - The Turning Wheel

Cover von The Turning Wheel
Spellling
The Turning Wheel

Label Sacred Bones
Erstveröffentlichung 25.06.2021
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 6 Wochen
Preis 23,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

SPELLLING, (mit 3 L) das Projekt der in der Bay Area lebenden kalifornischen Künstlerin Chrystia Cabral, veröffentlicht mit "The Turning Wheel" den Nachfolger von "Mazy Fly" aus dem Jahr 2019.

Sowas hab ich schon lange nicht mehr gehört. Kann man stilistisch überhaupt nicht festmachen, in der Musik steckt in jeder Beziehung unglaublich viel drin, ob Stile oder Instrumente/Klangfarben. Die Arrangements sind oft famos, ungeheuer vielschichtig, 31 Musiker sind insgesamt beteiligt, verwendet werden u.a. E- und Akustikgitarren (selten massiver im Vordergrund), Streicher in verschiedener Stärke und Synthies (oft von großer Bedeutung), Posaune, Klarinette, Waldhorn, Bassoon (ebenfalls recht häufig ziemlich wichtig), Glocken und Glockenspiel, Harfen (tauchen ab und zu wie aus dem Nichts auf), Orgel, Banjo, Piano (eher punktuell)… Das klingt durchaus manchmal leicht überkandidelt aber nicht im Sinne von bombastisch, eher etwas zu überfrachtet mit Details (wie gesagt, manchmal), überwiegend dürfte der Begriff „gebremst opulent“ zutreffen. Ihre Stimme erinnert teilweise ein wenig (nicht übermäßig) an Kate Bush, aber auch hier und da an Annisette von Savage Rose, gar mal entfernt wie eine junge Dolly Parton, auf jeden Fall reizvoll! Fröhlich mixt sie Elemente aus den 70ern, 80ern, auch 60ern, kurzzeitig selbst den 40ern zusammen, in die phasenweise (nicht allzu häufig) zeitgemäße Einflüsse integriert werden, das Pendel schlägt mal in die eine, mal in die andere Richtung stärker aus, Stile, Tempi, Stimmungen und Dichte/Intensität werden partiell während der Songs verändert, es gibt ein paar dunkle bis dezent dräuende Phasen. Melodienreich ist´s obendrein. Wie soll man das nennen? Kaleidoskop-Pop? Auf jeden Fall tauchen Anklänge an Pop-Oper, Art Pop unbestimmter Zeit, Yacht Pop, 60s-Adult Pop und 80s-Pop, Synth Pop, Darkwave/Gothic, moderate Avantgarde, Disney-Soundtracks, versteckte Psychedelic-Momente auf, auch die Musik von Björk wird mehrfach gestreift, vielleicht auch z.B. Weyes Blood. Ganz außergewöhnlich! (detlev von duhn)

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