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Fiona Apple: Fetch The Bolt Cutters - Hilfe
hilfe

Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters

Cover von Fetch The Bolt Cutters
Fiona Apple
Fetch The Bolt Cutters

Label Epic
Erstveröffentlichung 24.07.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

20er, 8 Jahre nach der letzten LP (und erst 5 in 24 Jahren!). Und wieder überrascht sie, zelebriert ungemein originäre, eigenständige Musik, die teilweise klingt wie nichts anderes. Was nicht immer ganz leicht zu konsumieren ist, bei näherer konzentrierter Beschäftigung aber immens lohnt. Gesanglich extrem variabel, melodisch, herb oder gar spoken word bis Rap-artig, flüsternd, fordernd oder schroff, experimentierend in hohen Lagen wie sinnliche Momente, gefühlvoll oder emotional übersteigert, teils rhythmisch stark verankert (selbst die mehrfach wunderbar eingesetzten Harmony Vocals). Der instrumentale Teil ist längst nicht mehr so massiv auf das Piano zentriert (manchmal aber doch!), es wird teils von E-Piano oder Synth/Keyboards ersetzt (was zu einem völlig anderen Klangbild führt), anderswo fehlen jegliche Tasten. Und der Gesamteindruck ist ziemlich oft ein ausgesprochen rhythmusbetonter (was, wie schon gesagt, hier und da von den Vocals reflektiert wird), z.T. innerhalb der Stücke höchst abwechslungsreich, insgesamt sowieso, partiell toll korrelierend mit der Art der Melodik, inkl. tricky/polyrhythmischer Ideen, packenden etwas komplexeren dabei phasenweise zugleich traditionsbasierten/dezent Ethno-beeinflußten Grooves und zeitgenössischen Beats. Mehrfach stehen Drums und Percussion (gar mal in fast purer Form) klar im Vordergrund, ohne daß man irgendetwas vermißt. Der stilistische Hintergrund wirkt genauso variabel, verfremdete Folk-Elemente, schwarze Roots-Anleihen (relativ versteckt, inkl. Gospel), Pop absolut eigener unorthodoxer Art, (Modern) R´n´B-Tendenzen (ebenso individuell), punktuelle Avantgarde- oder Jazz-Spuren, alte Songwriter-Pop-Anklänge (60s-Ursprung), abenteuerlicher „Modern Prog“. Durchaus gibt es auch schwebende Klänge, zärtlich-lyrische Passagen, Balladeskes (teils konventioneller wie eher abgefahren), „spooky Pop“, kurz einen außerweltlichen kleinen Chor samt old-timey Folk. Und jede Menge unerwartete Kontraste! Gern recht (bis massiv) reduziert, manchmal zeitweise vollmundig. Assoziationen, zwischendurch: Z.B. Tom Waits goes Avantgarde, Björk bezüglich ihrer Unberechenbarkeit. Ein außerordentliches Album! (dvd)

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