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Various Artists: Kreaturen Der Nacht: Deutsche Post-Punk Subkultur 1980-1985 - Hilfe
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Various Artists - Kreaturen Der Nacht: Deutsche Post-Punk Subkultur 1980-1985

Cover von Kreaturen Der Nacht: Deutsche Post-Punk Subkultur 1980-1985
Various Artists
Kreaturen Der Nacht: Deutsche Post-Punk Subkultur 1980-1985

Label Strut
Erstveröffentlichung 09.11.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Spannende Compilation beim britischen Strut-Label: Optimo-DJ JD Twitch erweist sich als Kenner der deutschen Underground-Szene der 80er und kompiliert hier überwiegend rare Perlen, die man lange oder auch noch gar nicht gehört hat. Es geht um mehr oder weniger tanzbaren Postpunk. Die 16 Songs stammen aus den Jahren 1979 bis 85. Man hört den DIY-Ethos deutlich heraus, der Sound ist aber keinesfalls lo-fi, sondern wurde frisch remastert. Der musikalische Aufbruch jener Tage war nicht nur der Haltung von Punk zu verdanken, sondern auch den veränderten Strukturen in der Musikbranche. Independent Music ermöglichte billige Veröffentlichungen, was die Experimentierlust hörbar steigerte. JD Twitch kompiliert hier eine überzeugende Auswahl mit einigen halbwegs bekannten Nummern (Doraus „Fred vom Jupiter“ für Briten sicher lustig) und Namen (Malaria!, Die Haut, Mania D, Sprung aus den Wolken). Acts wie Ausserhalb, ExKurs, Franz Erlmeier & Fritz Köstler und Stefan Blöser muss man aber wahrscheinlich nicht kennen. Charakteristisch ist oft der dominante Bass im rohen Funk-Groove, ansonsten geht es stilistisch aber recht bunt zu. Meine Highlights: „Amanita“ von Leben und Arbeiten klingt erstaunlicherweise wie Die Nerven, „Der Karibische Western“ von Die Haut ist Italowestern mit Twanggitarre. Besonders faszinierend finde ich ja gänzlich unerwartet Christiane F. (genau, die Literatin), deren „Wunderbar“ (im JD Twitch Edit) sich als hypnotische Disco-Nummer im Contortions-Stil erweist, einst sogar mit Neubauten-Unterstützung entstanden. Kurios: auch auf der aktuellen „Sowas von egal“-Compilation von Bureau B geht es um ein ähnliches Thema, auf beiden Platten findet sich je ein Song von Geisterfahrer Matthias Schuster ein Gütesiegel für beide Veröffentlichungen, wie ich finde. Das Album kommt mit seltenen und unveröffentlichten Fotos, sowie umfangreichen Interviews mit beteiligten Künstlern. (Joe Whirlypop)

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