Cocteau Twins: Treasure Hiding: The Fontana Years - Hilfe
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Cocteau Twins - Treasure Hiding: The Fontana Years

Cover von Treasure Hiding: The Fontana Years
Cocteau Twins
Treasure Hiding: The Fontana Years

Label Virgin
Erstveröffentlichung 12.10.2018
Format 4-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Mit reichlich Beifang befüttertes 2018er Wiederveröffentlichen der beiden remasterten Fontana-Alben Four Calendar Café (1993) und Milk & Kisses (1996), bereichert um säckeweise B-Seiten, EP-Tracks, BBC Radio One-Sessions und allerlei Raritäten mehr, Gesamt-Stückanzahl: 53 Tracks.


Über die Jahre sicher eine meiner meistgedroppten Referenzbands. Deren Sound höre ich also ziemlich oft auch aus neueren Produktionen (von Postrock bis Shoegaze) heraus. Dabei habe ich Cocteau Twins damals in den 80ern nicht wirklich verstanden und mein einziges Vinyl als zu ätherisch schnell wieder aussortiert. Im Nachhinein ein Fehler, wie jetzt diese umfängliche Werkschau der späten Jahre beweist. In den frühen 90ern verließ die Band nämlich das mit ihr fast symbiotisch verbundene Label 4AD und wechselte zur Industrie, eben zu Fontana. Womit man die Verkäufe vor allem in den USA noch einmal steigern konnte. Künstlerisch blieb man aber beim Bewährten: nämlich verträumt-verhalltem Esoterik-Shoegaze mit durchaus hochkulturellem Anspruch vor allem Sängerin Liz Fraser gibt gerne die leicht operettenhaft Diva, was den Gesang manchmal ein wenig anstrengend macht (für mich jedenfalls). Die wallenden, fast wie Gezeiten wogenden Gitarrenwellen sind aber umso einnehmender. Cocteau Twins sind letztlich Artpop in einer sehr speziellen und künstlerisch eigenständigen 80er-Version. Diese schmucke Box bietet die beiden remasterten regulären-Alben der Fontana-Jahre „Four Calendar Café“ (1993) und „Milk & Kisses“ (1996), dazu zwei weitere CDs mit Raritäten aller Art, von vergriffenen EPs und Singles, BBC Radio One- und weiteren Radio-Sessions, dazu ein Weihnachtslied und auch ein sehr schöner Remix von Seefeel, die einst ja auch erkennbar von Cocteau Twins beeinflusst waren. Insgesamt satte 53 Songs. 1998 löste sich die schottische Band dann schließlich auf nach zwanzig Jahren kommt diese gelungene Werkschau also mit einiger Berechtigung auf den Markt. (Joe Whirlypop)

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