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Hello Skinny: Watermelon Sun - Hilfe
hilfe

Hello Skinny - Watermelon Sun

Cover von Watermelon Sun
Hello Skinny
Watermelon Sun

Label Brownswood
Erstveröffentlichung 24.11.2017
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 31,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Eigentümlicher Stilmix auf Gilles Petersons Brownswood-Label: das zweite Hello Skinny-Album bietet eine Art esoterische Tanzmusik mit sphärisch fließenden Instrumental-Nummern, die aber dennoch im Funk und Post-New Wave-Sound verankert sind. Also mit dominantem Funk-Bass und Bläsern, wie weiland in den frühen bis mittleren 80ern. Und auch ein bisschen früher Chicago-House-Vibe steckt latent mit drin. A Certain Ration und Rip, Rig & Panic kommen mir als erstes in den Sinn. Beeindruckend ist die Posaune von Peter Zummo aus dem Umfeld von Arthur Russell, die nur wenig jazzig klingt, sondern eher schon an die Reggae-Trombone von Rico erinnert. Der Groove ist teils ein wenig eckig, aber doch sehr hypnotisch. Auch der Drummer setzt kleine Reggae-Akzente, generell geht der Beat aber in Richtung Funk. Keyboards und Bläser (Sax und Posaune) umgarnen sich spielerisch improvisiert wäre aber wohl zu hoch gegriffen. Songs mit klaren Hooklines gibt es nicht, dafür aber leicht verdaddelt dahin groovende Tracks, meistens eher zum Mitwippen als zum Tanzen, durchaus aber auch in discoidem, teils auch ein wenig angedubtem Groove. Modern klingt das nicht, eher nach Frühachtziger Postpunk/Funk/New Wave-Nostalgie, ausnahmsweise auch mal mit Spoken Word-Vocals. Vordergründig recht ereignislos, entfaltet diese ungewöhnliche Musik dann aber doch eine ausgesprochen suggestive Wirkung weit abseits gängiger Trends und Moden. (Joe Whirlypop)