Beth Ditto: Fake Sugar - Hilfe
hilfe

Beth Ditto - Fake Sugar

Cover von Fake Sugar
Beth Ditto
Fake Sugar

Label RCA
Erstveröffentlichung 26.06.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die phasenweise ja explodierende Karriere von Gossip ist nach den beiden Erfolgsalben mit dem leider enttäuschenden „A Joyful Noise“ von 2012 dann leider schnell wieder verraucht, nach weiteren fünf Jahren Funkstille versucht es die fulminante Sängerin Beth Ditto jetzt solo. Die 36-Jährige aus Arkansas arbeitete gemeinsam mit Jennifer Decilveo (grammynominierte R&B-Künstlerin aus L.A.) und Jacknife Lee (vielseitiger Ire, der schon mit den Größten von U2 bis REM gearbeitet hat) an den zwölf Songs. Der Opener „Fire“ kann mit wuchtiger Postpunk-Power durchaus an die guten Gossip-Jahre anknüpfen heavy, funky und hymnisch, getragen von dieser enorm durchdringenden und auch heute noch extrem überzugenden Stimme. Im Weiteren geraten die Songs dann aber deutlich poppiger und auch ein wenig seichter. Die Stimme ist zwar nach wie vor sehr präsent, stilistisch ist „Fake Sugar“ aber oft banale Popmusik, zwar gitarrenbasiert, aber eben meistens doch ohne den patentierten Gossip-Wumms in Richtung beinhartem Dance- und Discorock. Ausnahmen gibt es zwar vereinzelt, sie bleiben aber eher Reminiszenzen an die großen Hits von damals. Wobei man einer gereiften Künstlerin diesen Schritt durchaus zugestehen sollte niemand bleibt auf ewig Riot-Girl. Die Rhythmus-Gitarrensounds sind schon sehr lässig, die Songs auch schön süffig und überwiegend eingängig, die Gossip-Magie (und die lieben wir doch alle?) ist aber nur noch als Schatten vorhanden. Was bleibt ist ein gutes Mainstream-Popalbum einer nach wie vor herausragenden Sängerin, die sich für ihr nächstes Werk vielleicht dann doch etwas mutigere Produzenten und Kollaborateure suchen sollte. (Joe Whirlypop)