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Beatles: Live At The Hollywood Bowl - Hilfe
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Beatles - Live At The Hollywood Bowl

Cover von Live At The Hollywood Bowl
Beatles
Live At The Hollywood Bowl

Label Apple
Erstveröffentlichung 18.11.2016
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 27,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die einst von George Martin mit viel Akuratesse, aber nicht final erfolgreich klangüberarbeitete, im Klassiker-Kanon nicht ganz vorn positionierte 1977 posthum veröffentlichte Sammlung von Live-Aufnahmen erlebt 2016 ihre rundum aufgewertete Wiedergeburt. Mit frischem Cover-Artwork versehen, neu abgemischt, klanglich auf den neuesten Stand gebracht und um vier Bonustracks erweitert, macht sich das Album mit Live-Mitschnitten zweier Hollywood Bowl-Konzerte (23. August 1964 und 30. August 1965) jetzt erneut auf, die eklatant klaffende Lücke an offiziellen Beatles-Live-Tonträgern etwas werter als ehedem zu schließen. Gefüllt mit den remasterten 13 Original-Songs (u.a. She's A Woman, Dizzy Miss Lizzy, Ticket To Ride, Can't Buy Me Love, Things We Said Today, All My Loving, Help, She Loves You, Long Tall Sally), bereichert um die vier Live-Boni You Can't Do That, I Want To Hold Your Hand, Everybody's Trying To Be My Baby und Baby's In Black dient der Reissue auch als flankierende Maßnahme zum Ron Howard-Film The Beatles: Eight Day A Week The Touring Years. (cpa)
Das berüchtigte Beatles-Livealbum ist wieder zu haben, Ältere erinnern sich vielleicht noch an den legendar bösartigen Verriss in der Sounds anno 1977, als das soundmäßig problematische Album schließlich doch von Produzent George Martin freigegeben wurde. Die Mitschnitte stammten von drei Konzerten aus den Jahren 1964 und 65, und kommen jetzt neu abgemischt und frisch gemastert (von Georges Sohn Giles Martin und Sam Okell) auf den Markt, da Hollywood aktuell mit einer Kino-Doku zu den frühen Kinojahren der Fab Four („Eight Days A Week - The Touring Years“) aufwartet, inszeniert von Oscarpreisträger Ron Howard und mit durchaus wohlwollenden Kritiken bedacht. Und damit gleich zum Wichtigsten: der Sound ist sehr gut, druckvoll und transparent allerdings werden die Songs eben von 17.000 kreischenden Teenagern begleitet, und zwar über das gesamte Album. Ich finde das nicht sehr störend, sehe es viel mehr als beeindruckendes Dokument der eskalierenden Beatlemania. Und die Musik ist zweifellos großartig: die vier klingen taufrisch und motiviert, noch vor der Wende zum Anspruchsvolleren („Rubber Soul“) tief verwurzelt in Rock'n'Roll (Chuck Berry, Little Richard), R&B und Early Soul, löst ihr Hit-Potpourri berechtige Ekstasen aus. Die kurzen Ansagen wirken sympathisch und noch ein wenig unbeholfen, lustig ist auch der unverstellte Brit-Akzent. Die Würze dieses vorbildlichen Reissues mit schönem Booklet und ausführlichen Linernotes von David Fricke sind natürlich die vier bislang unveröffentlichten und rundum lohnenden Bonus-Songs: „You Can't Do That“, „I Want To Hold Your Hand“, „Everybody's Trying To Be My Baby“ und „Baby's In Black“. (Joe Whirlypop)

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