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Me'Shell Ndegeocello: Weather - Hilfe
hilfe

Me'Shell Ndegeocello - Weather

Cover von Weather
Me'Shell Ndegeocello
Weather

Label Naive
Erstveröffentlichung 11.11.2011
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 15,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Hat mich früher kaum berührt, aber sie wird immer interessanter wie besser. Jetzt produziert von Joe Henry! Stilistisch wie schon zuvor nie festzulegen, zelebriert sie hier eine Art (Edel-)Pop mit Anspruch und Tiefe, Folk-, Soul- und Jazz-Elemente fließen ein, aber nicht im konventionellen Sinne, 1x sogar ein Hauch Klassik. Nunmehr ohne jegliche Aggressivität, auch der Funkeinfluß ist (mit 1 Ausnahme) eliminiert (dafür gibt´s ein paar eigenartige wie attraktive Grooves). Die Atmosphäre ist meist (eigentümlich) dunkel, die Songstrukturen und v.a. Arrangements intelligent, originell, vielschichtig, detailreich, rhythmisch reizvoll, zur Hälfte balladesk. V.a. Piano, E-Gitarre (selten akustische), Keyboards, z.T. Celli in sorgfältig ausgearbeiteten Klangfarben. Sehr feiner Gesang, einfühlsam, ausdrucksstarke teils sanfte bis herb-süße Phrasierungen, sie hat Soul, hier und da Jazz-Feeling, agier gerne mit 2 Lead-Linien (tief und relativ hoch), sogar Sade klingt an. Bandbreite/Ausrichtung gemahnen an Armatrading, Joni, Sound und Ergebnis freilich nicht. Empfehlung! (dvd)
Stilistisch war sie schon immer ein unruhiger Geist – die Wurzeln waren aber Funk, Soul und Jazz. Heute klingt die 42-Jährige, die früher ja mit ihrem funky E-Bass für Furore sorgte, deutlich milder – ja altersweise. Und für diesen Stimmungszustand hat sie sich dann auch genau den richtigen Produzenten erwählt, denn schließlich ist der große Joe Henry ein anerkannter Experte für souverän in sich ruhende musikalische Reifezeugnisse (von Solomon Burke bis Allen Toussaint und Aaron Neville). Und so musiziert Meshell diesmal überwiegend akustisch, mit Piano, Gitarre und Cello. Dabei klingt sie friedlich, entspannt und zurückgelehnt – oft auch folky. Ihr Gesang ist nach wie vor unnachahmlich, irgendwie süßsauer, finde ich. Soll ich das jetzt Folk-Soul nennen? Auf jeden Fall klingt Meshell Ndegeocello anders als früher, und es steht ihr sehr gut. Natürlich hören wir auch ein kleines Duett mit dem vorzüglichen Joe Henry, dazu auch ein Cover von Leonard Cohens „Chelsea Hotel“. (Joe Whirlypop)

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