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Yann Tiersen: Dust Lane - Hilfe
hilfe

Yann Tiersen - Dust Lane

Cover von Dust Lane
Yann Tiersen
Dust Lane

Label Mute
Erstveröffentlichung 01.10.2010
Format LP
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Trotz seiner stilistisch vielseitigen Karriere wird man den Bretonen Yann Tiersen wohl für alle Zeit mit seinem Soundtrack für “Die fabelhafte Welt der Amélie” von Jean-Pierre Jeunet in Verbindung bringen. Dieses neue Studioalbum zeigt allerdings, dass Tiersen schon ein gutes Stück weiter ist. „Dust Lane“ ist ein komplexes Klangwerk mit langen, epischen Songs, dramatisch inszeniert und melancholisch gefärbt. Oft entsteht dabei ein sanfter Drone, der unweigerlich an Sigur Ros erinnert, was vielleicht auch am Produzenten Ken Thomas liegt, der auch die Isländer schon betreut hat. Tiersen setzt auf oldschoolige Synthie-Sounds und flächige Gitarren (plus Mandoline und Bouzouki), die im einzelnen zwar locker und luftig klingen, dennoch aber zu aufwallenden Soundwänden geschichtet werden. Darüber schweben Clavinet und Streicher, mal mit, mal ohne Beat – stoisch bis minimalistisch, was strukturell manchmal an Michael Nymans Scores für Peter Greenaway denken lässt. „Dust Lane“ ist aber im Rock verankert, die dräuende Inszenierung erinnert mehr als einmal an Mike Oldfields „Tubular Bells“, manchmal aber auch an die lyrischen Momente von Dead Can Dance. Insgesamt ein Werk von sakraler Epik, das an den Rändern immer wieder von Distortion Noises angeknabbert wird. Klingt also wie nichts anderes. Unter den Musikern finden sich u.a. Dave Collingwood (Gravenhurst), Syd Matters und Matt Elliott (Third Eye Foundation). (Joe Whirlypop)

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