Lilium: Felt - Hilfe
hilfe

Lilium - Felt

Cover von Felt
Lilium
Felt

Label Glitterhouse Records
Erstveröffentlichung 10.05.2010
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 6,75 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Seit 1984 bereits existiert Lilium. Jahrelang nur im Kopf von Pascal Humbert, dem Kopf hinter nun bereits drei Lilium-Alben. „Damals habe ich angefangen meine eigene Musik zu schreiben – abseits der Bands und Projekte, in die ich involviert war. Der Name steckte bereits seit meiner Kindheit in meinem Kopf. 1995 lebte ich in der Mojave-Wüste. Und diese Fragmente wollten ans Tageslicht“, erzählt der langjährige Weggefährte von David Eugene Edwards, mit dem er sich dieser Tage auch wieder anschickt ein Album zu veröffentlichen.

Dann heißt die Band Wovenhand und Humbert ist der Bassist, das schweigende Korrektiv , wie er es all die Jahre zuvor auch bereits bei 16 Horsepower war. „Ich hatte alles auf einem Vierspur-Aufnahmegerät. Und Stück für Stück fügte sich alles zusammen“. Das erste Album von Lilium erschien 2000. Es hieß „Transmission Of All Goodbyes“. Es war das erste Solowerk eines 16 Horsepower-Mitglieds und ein wortloser, bildgewaltiger Trip durch die mexikanisch/texanische Grenzregion in der Geier beharrlich auf die Ewigkeit warten und die Straßen in die unendliche Weite führen, hinter der flirrenden Hitze am Horizont die Güterzüge verschwimmen. Der Calexicio-Romantik der frühen 00er setzte „Transmissions“ hinter der sonnengegerbte Oberfläche eine düstere Bedrohung entgegen. No Country For Old Men.

16 Horsepower lösten sich 2005 auf. DEE trat fortan nur noch als Wovenhand in Erscheinung. Ohne Pascal Humbert und ohne Jean-Yves Tola. „Didn’t mean to cause such a scandal…but if they cheered, it wasn’t for me“, schnell fand Lilum eine Stimme. “Short Stories“, das zweiteLilium-Album erschien kurz nach dem 16 HP-Ende. Auf “Short Stories” war nicht nur der ehemalige 16 HP-Drummer Jean-Yves Tola mit auf der Reisen, sondern auch zahlreiche Gastsänger besangen nun die Hoffnungs- und Auswegslosigkeit. Wie die wunderbare Kal Cahoone im Auftakt „If They Cheered“, Czars-Sänger John Grant, Tom Barman von dEUS und sogar David Eugene Edwards lieh einem der Songs seine Stimme.

2010: Jean-Yves Tola macht keine Musik mehr. Pascal Humbert spielt seit einiger Zeit wieder mit Wovenhand, ist weiter Lilium. Mit „Felt“ erscheint Mitte Mai nun das dritte Lilium-Album. Wieder hat Humbert einige Leute um sich geschart. Der Lilium-Blüte um Humbert und Neuzugang Bruno Green verzieren jetzt Thomas Belhom (Tindersticks) am Schlagzeug, Vassillii Caillosse an der Pedal Steel und Dobro sowie Christian Lechevetrel mit seiner Trompete.

Als Gastsänger konnte erneut Kal Cahoone und erstmals Hugo Race gewonnen werden. „Ich wollte schon seit langer Zeit mit Hugo arbeiten. Ich traf ihn auf meiner Reise und nahm ihn mit. Seine Stimme ergänzt sich hervorragend mit der von Kal“, sagt Humbert. „Der Entstehungsprozess eines Lilium-Albums ist lang. Ich will nichts überstürzen. Alles im Leben passiert aus einem Grund.“ Mit Marta Collica und Vicky Brown warten schon wieder neue Passagiere für die lange Fahrt am Wegesrand. Sie sind hier auf jeweils einem Song zu hören. „Sie sind das Zeichen eines neuen musikalischen Horizonts, der sich mir Stück für Stück erschließt. Doch jetzt soll „Felt“ erst einmal einen Platz im Soundtrack vieler Leben finden“.

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