Jennifer Gentle: Valende - Hilfe
hilfe

Jennifer Gentle - Valende

Cover von Valende
Jennifer Gentle
Valende

Label Sub Pop
Erstveröffentlichung 24.01.2005
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 6,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die Schlacht zwischen Schlagzeug und Orgel dauert siebeneinhalb Minuten, der Giftpilz inmitten eines spinnerten Trips durch Mohnfelder die in der Sonne blühen, aber auch geerntet werden. Das italienische Duo verspielt sich, alles andere als geradlinig, in bewusstseinsentfernte Phantasien. So wird der Orgel-Exzess (Hessesopoa) umrankt vom zweiteiligen The Garden mit still und behutsam gezupfter Gitarre die sich auf den Akt mit einer seufzenden Sirene vorbereitet. Der Erdenname des singenden LSD-Trips ist auf meinem Vorab-Muster nicht erwähnt, wohl aber wollte das Sub Pop Label hier schon mal klären, dass Jennifer Gentle das erste Italien-Signing ist und das es weder eine Jennifer gibt, noch ein anderes weibliches Mitglied. Das Duo besteht aus Marco Fasolo und Alessio Gastaldello. Meistens singt Fasolo, rückbesonnen auf die sechziger/siebziger Vorbilder, drogenartikuliert, weich in die Kissen singend, oder berauscht und ein wenig hysterisch. Bei Nothing Makes Sense gar gepitcht auf Disney-Niveau. Das ganze Album steht einerseits in bester Sub Pop Tradition in all ihrer Vertrautheit mit weiter führenden Hilfsmitteln, verzichtet aber auch auf jeglichen Ansatz zu Rockmusik, Padova liegt dafür doch zu weit weg von Seattle. Eine Nähe zu entrückten Songwritern die über allen Wurzeln schweben trifft es auch nur bedingt, denn die Italiener wollen auch musikalisch ein paar Akzente mehr setzen, zum Equipment gehören auch ein Kazoo, und eine Blockflöte. Zwar ist man ein bisschen zur Aufmerksamkeit verpflichtet, aber dankbarerweise gibt es ein paar richtige und schlichte Schönheiten, bei denen man ausruhen und sich wohlfühlen kann (Tiny Holes/Golden Drawings). Das sind dann auch Titel die noch da sind, wenn man wieder nüchtern ist. (ICC)

Review

“Loved by members of Unwound and Oneida, deeply appreciated by Sun City Girls and Makoto Kawabata (Acid Mothers Temple), initially described by the Italian press as “The Incredible String Band playing Captain Beefheart Songs”. Jennifer Gentle are one of the most intriguing bands coming from Italy.” (Mojo)

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