Veranda Music: Look Of Joy - Hilfe
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Veranda Music - Look Of Joy

Cover von Look Of Joy
Veranda Music
Look Of Joy

Label iXiXeS
Erstveröffentlichung 01.02.2002
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ich war etwas überrascht schon wieder einen Veranda Music Tonträger vor mir zu sehen, hatte irgendwie das Gefühl, dass „Leblon“ noch nicht so lange her ist (tatsächlich erschien die im September 2000). Egal, denn eine Freude ist es immer.
„Look Of Joy“ besteht nur aus Coverversionen, gesammelt in verschiedenen Jahrzehnten und gewildert in verschiedenen Stilrichtungen, aber durch den so lässig-kultivierten Veranda Music Sound musikalisch geeint. Die Spender reichen von relativ frisch (Silver Jews, Will Oldham, Pixies), über klassisch (Matching Mole, Caetano Veloso, Gun Club, Cat Stevens) bis zu unerwartet (Joan Armatrading, Dire Straits, Depeche Mode).
Bei der Darbietung hat man sich scheinbar vom Bandnamen inspirieren lassen, denn die Songs kommen durchweg sehr entspannt rüber, als säße man lässig im Vorgarten, völlig unverkrampft und scheinbar nicht von dem Zwang besessen, das Original neu erfinden zu müssen. Was aber nicht heißen soll, das man es hier auch klanglich mit einer knarzigen Frontporch-Session zu tun hat. Nein, da gibt es Streicher und Vibraphon, Saxophon und ein Clavinet, alles in kleinen Portionen an die rechten Stellen gepackt, um eine gute Intrepretation noch besser zu machen.
So kitzeln sie z.B. aus Knopfler´s „Water Of Love“ durch eine verlangsamte Folkbehandlung die Essenz des Songs raus, bringen „O Caroline“ von Robert Wyatt´s Matching Mole durch Streicher zum schweben und siedeln „Mother Of Earth“ des Gun Club irgendwo zwischen Curved Air und Pentangle an. „Hey“ von den Pixies steigert sich bis zur Ekstase, „Dallas“ von D.C. Berman (Silver Jews) ist einfach nur schön (mit perlendem Piano) und dass mal einer Joan Armatrading covert, hätte ich auch nicht gedacht. Eines der Highlights folgt kurz vor Ende, „Riding“ von Will Oldham. Auch hier wird der Song immer intensiver, scheint nach 3 ½ Minuten fast zu bersten. Dass „Shake The Disease“ der (damals) Neuromantiker Depeche Mode nahtlos anschließt, zeigt nur noch einmal, dass die drei von Veranda Music nicht nur eine tiefe Plattenkiste haben (die „Foundation“ zählt), sondern das sie auch damit umzugehen wissen.
Einzig „Father And Son“ von Cat Stevens will nicht richtig funktionieren, was aber auch daran liegen mag, dass mir der Song in der eingedeutschten Version (auf „Popshopping 2“) noch frisch im Kopf klingelt, damals zur Werbung für Teekanne mißbraucht: „Wenn der Teekessel singt...“.
Aber davon ab, mit „Look Of Joy“ haben Veranda Music einen weiteren Treffer gelandet. Tolle Band, tolle Platte. Wird man immer mal wieder auflegen, vielleicht im Verbund mit „Satisfied Mind“ von den Walkabouts und Mark Lanegan´s „I´ll Take Care Of You“...

Tracklisting
1. O Caroline
2. Maria Bethania
3. Water Of Love
4. Father And Son
5. Mother Of Earth
6. Hey
7. Dallas
8. Opportunity
9. Riding
10. Shake The Disease
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