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Cara Dillon: Hill Of Thieves - Hilfe
hilfe

Cara Dillon - Hill Of Thieves

Cover von Hill Of Thieves
Cara Dillon
Hill Of Thieves

Label
Erstveröffentlichung 20.02.2009
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Nach drei Jahren Pause endlich wieder neues/zeitloses Material der irischen Folk-Elfe auf diesem 2009er Studiowerk des Ehepaares Dillon/Lakeman, das Debut-Album auf dem Cara-eigenen Charcoal Records-Label. Kaum jemand versteht es, irisch-keltische Folk-Traditionen derart kunstvoll und ungekünstelt weiterzutragen wie dieses kongeniale Paar, der visionäre Pianist und die zarteste Stimm-Versuchung Irlands. Mit ihrem mittlerweile vierten Werk gehen sie wieder einen Schritt in Richtung Natürlichkeit, das perfekte instrumentale Beiwerk auf Klavier, Fiddle, Gitarre, Bodhran, Uilleann Pipes, Whistle, Mandoline, Mandola, Bouzouki und Bass bleibt zurückhaltend, es zählen vor allem das zeitlose Liedgut und diese unvergleichlich weiche Stimme. Es findet sich auch wieder ein Dillon-Original unter den 11 rein akustischen Weisen, das sich aber nahtlos in die über Jahrhunderte gereiften Melodien von Traditionals wie Parting Glass, False False, P Stands For Paddy, Lass Of Glenshee oder She Moved Through The Fair (einer der schönsten Folk-Songs in einer seiner schönsten Versionen) einfügt. Eine einzigartige Folk-Stimme, gebettet in nicht minder einzigartige, kristallklare, luftleicht-schwebende Akustik-Arrangements, ein durch nichts getrübter Genuss. (cpa)
Da wildere ich mal frech in Christophs Ressort, denn Cara Dillon ist nun wirklich eine elfenhafte Sängerin mit kristallklarem Timbre, gegen die Pentangle-Stimme Jacqui McShee fast schon dreckig klingt. Ein klein wenig erinnert sie mich ja immer noch an Dolly Parton, allerdings völlig frei von Pathos, Kitsch und Klischee. Cara Dillon klingt auch auf ihrem vierten Album erstaunlich rein, pur und transparent, ohne dass das langweilig wirken würde. Im Gegenteil, diese vollkommen ungekünstelte Stimme trifft die Töne einfach ganz präzise auf den Punkt und erzeugt Emotion bis zur Gänsehaut durch disziplinierte Zurückhaltung – ein erstaunliches Konzept, dessen Wirkung man sich aber kaum entziehen kann. Die Musik ist ebenso schlank wie der Gesang in Szene gesetzt – mit Piano, Geige, luftigen Gitarren und sehr pointiert eingesetzten Irish Folk-Elementen wie Whistles und Uileean Pipes, die hier niemals klischeehaft nach Irish Folk-Konservatismus klingen. Die Songs bestehen wieder überwiegend aus zum Teil steinalten britischen Traditionals, nachdem der Vorgänger „After The Morning“ ja vorsichtige Tuchfühlung zu US-Bluegrass und auch Pop aufgenommen hatte. Die vorzügliche Produktion besorgte Gatte Sam Lakeman (Bruder von Seth, der hier auch mitspielt), erschienen ist das Werk erstmals beim eigenen Charcoal Label. (Joe Whirlypop)

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