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Shuggie Otis: Inspiration Information - Hilfe
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Shuggie Otis - Inspiration Information

Cover von Inspiration Information
Shuggie Otis
Inspiration Information

Label Luaka Bop
Erstveröffentlichung 19.01.2007
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 14,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der ungeheuer talentierte Gitarrist/Multiinstrumentalist/Sänger/Komponist Shuggie Otis hat leider nur sehr wenig im Laufe seiner Karriere aufgenommen, darunter aber 2 überragende Platten. „Inspiration Information“ von 1974 ist eine davon. Ein echter Kultklassiker, von Musikern und Kritikern vielfach abgefeiert. Der remasterte Reissue ist jetzt, nach längerer Zeit, endlich wieder erhältlich, auf David Byrnes Luaka Bop-Label. Einst durch seine Zusammenarbeit mit Al Kooper bekannt geworden und v.a. im Blues-Sektor beheimatet, agiert er hier oft unaufdringlich, fast understatement-mäßig funky, sehr eigen im Sound, sowie und/oder groovend, wunderbar fließend, mit reichlich Soul/R´n´B-, auch Pop-Ingredenzien. Sporadisch klingt es wie Curtis Mayfield meets Marvin Gaye, nur irgendwie „moderner“ (wie Byrne auch feststellte – überhaupt: Mehrfach schon verblüffend zeitgemäß; oder wenigstens zeitlos). Hier und da kommt eine leicht jazzige Note hinzu, angereichert mit trippigem Flair; oder psychedelischen Untertönen auf groovige Art. 2x integriert er selbst kleine Reggae-Spuren. Das alles kommt weitgehend (nicht immer) recht ruhig, relaxt ´rüber, in äußerst angenehmer und eigentümlicher oft sehr schön warmer Atmosphäre, zuweilen gar fast introspektiv; ausgesprochen deep, und zutiefst inspiriert. Toll die Gitarre: Ganz ohne Übertreibungen oder Pyrotechnics, extrem musikdienlich, funky riffend/akzentuierend, filigran solierend, hier und da zusätzliche akustische; bestens in differenzierten ausgezeichneten geradezu feinfühligen Arrangements unterstützt von Orgel (super Klangfarben!), E-Piano und diverse Male Streichern bzw. zurückhaltenden punktuellen Bläsern, Vibraphon. Guter Gesang auch, teils sehr sanft/gefühlvoll (aber auch einige Instrumentals). Ein hoch originelles Album wie (tatsächlich! ) kein Zweites. Obwohl es einige der besten Ideen von Prince vorwegnahm. Dazu gibt es essentielle Bonustracks! Nämlich zwei Drittel seines 2. überragenden Albums, „Freedom Flight“ (von 1971). V.a. der 13-minütige feinstens und leichtfüßig fließende Titeltrack ist grandios: Blues- und Jazzelemente, spirituelle Qualitäten, wunderwunderschön, (fantastische!) Gitarre und Sax (bzw. delikate Oboe!) im Zwiegespräch, viele Echo/Hall-Effekte, unterlegt von E-Piano (George Duke) und sachten Drums (Aynsley Dunbar); erinnert mich, auch vom Spirit her, stark an Santanas exquisites „Caravanserai“ (das Jahre später erschien). Das hervorragende „Strawberry Letter 23“ wurde ein Millionenhit für die Brothers Johnson (aber diese Originalversion ist besser). „Sweet Thang“ greift stärker auf seine Blues-Roots zurück, mit souligem Approach – ausgezeichnet! Und „Ice Cold Daydream“ kommt extrovertiert, funkig, mit rockiger Acid-Gitarre. (dvd)

Review

“Shuggie Otis got off to a flying start, playing guitar with father Johnny Otis and Frank Zappa and making two astonishing solo albums, all before his 21st birthday. Unfortunately he was dropped by Epic Records, turned down an invitation to join The Rolling Stones and ended up as a journeyman blues guitarist. A crying shame because, as Stereolab's Tim Gane has observed, 1974's Inspiration Information is ""like a new style of music that could've developed but never did"". Half the album (plus Strawberry Letter 23, one of three inclusions from '71's Freedom Flight) is marvellous psychedelic soul - half Stevie Wonder, half Arthur Lee, or like Sly Stone if he'd made it into the '70s with optimism intact. Factor in jazzy bubblebath ambience, primitive electronica and opulent funk, and this is a bona fide lost classic.” (Q)

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