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Al DeLoner: Flora in The Darkroom - Hilfe
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Al DeLoner - Flora in The Darkroom

Cover von Flora in The Darkroom
Al DeLoner
Flora in The Darkroom

Label Pepper Cake
Erstveröffentlichung 01.09.2006
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 13,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der heute im Berliner Exil lebende Komponist, Texter und Gitarrist der aufgelösten norwegischen Melancholie-Großmeister Midnight Choir mit dem zweiten Album unter seinem Namen. War der Vorgänger „The Mess Age Is Joy“ eine leise, spärlich instrumentierte und solo von ihm eingespielte introspektive Reise mit kathartischer Zielsetzung und Wirkung, so ist „Flora In The Darkroom“ von ähnlicher emotionaler Tiefe, allerdings mit weit umfassenderem thematischem und musikalischem Spektrum. Damit konfrontiert, nicht nur - wie bei Midnight Choir - im Hintergrund die musikalischen Fäden zu spinnen, sondern seine kultiviert morbiden Werke auch im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit präsentieren zu müssen, ist DeLoner mehr denn je die Kraft seiner Kompositionen anzumerken. Seine Stimme transportiert Seelenpein, seine Songs finden ihre Sujets in menschlichen Abgründen, in Enttäuschung, aber letztlich – und das ist neu - auch in Hoffnung. Im Vergleich zu „The Mess Age...“ sind die Songs extrovertierter, die Welt wahrnehmend und in Stories reflektierend, fülliger und abwechslungsreicher ist die musikalische Umsetzung. Was nicht nur an der Wahl der Mittel liegt. Al DeLoner scheint mit sich im Reinen zu sein. Er hat seine Lebensumstände geändert, lässt seinen nach wie vor scharfen Blick auf die Dinge durch souveräne Milde weniger verbissen scheinen. versteht sich auch mit neuer Band nach wie vor auf dunklen, betörenden Kammer-Rock, der jedoch auch eine Gelassenheit transportiert, die DeLoners oft gepresstem, getrieben wirkendem Gesang aufs schönste kontrastiert. Überhaupt: Hier ist liedschreiberische und instrumentale Vielschichtigkeit zu bewundern, in klaren aber vor Ideen und Details strotzenden Arrangements. Die deutschen Mitmusiker verstehen sich auf pointiertes Spiel, kurze Gastauftritte haben außerdem Joseph Parsons und Adam Sky (Adamski). Ein Höhepunkt des Albums ist „Wake Me Up“, das DeLoner und Nikki Sudden zusammen schrieben und einspielten - eine der letzten Aufnahmen Nikkis vor seinem Tod. Klasse Album, ohne wenn und aber.

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