Suche / Search

ON THE DEcKS
on the decks

 ON THE DEcKS 

Xavier Rudd: Food In The Belly - Hilfe
hilfe

Xavier Rudd - Food In The Belly

Cover von Food In The Belly
Xavier Rudd
Food In The Belly

Label Anti
Erstveröffentlichung 11.08.2006
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Kein neuer Name für mich und die Leser der Australien-Seiten im Katalog. Schön, dass man immer häufiger mal darauf verweisen kann. Mit Xavier Rudd hat nun einer mehr internationales Interesse erregt, der es wahrlich verdient hat und natürlich auch rechtfertigt. Nicht nur ist er ein aussergewöhnlicher Songwriter, womit gemeint ist, keiner sonst schreibt solche Songs, das meint auch, keiner sonst kann sie so klingen lassen. Live – und wohl auch im Studio, spielt Rudd nicht nur fast alles, fast alles ist auch relativ exotisch. Ein riesiges Arseanl an Didgeridoos, Maultrommeln, dann Djembe, Mundharmonika, Slide-Banjo, Rhythmus-Effekte, Achselglöckchen, jede Menge Aborigine-Instrumente und nicht zuletzt eine Weissenborn-Slide Guitar. Perfekt um sich sofort und jederzeit am Ku-Damm aufzustellen und los zu spielen. Dazu der Gesang, wie ein junger Paul Simon, mit vielleicht noch einem Klösschen mehr in den Backen. Da herrscht ohnehin eine grosse Seelenverwandschaft. Auch Rudds bunte Instrumenten-Tüte klingt längst nicht scheppernd oder blechig, es ist weich und rund, friedlich und harmonisch. Zum Glück behalten seine Songs Spannung und Mystik, auch Tempo und Drive, vor allem wenn er ein Didge-Riff in die Länge zieht, dann darf man auch Rock dazu sagen. Nochmal speziell zum Album: Es sind neue Tracks, nur Let Me Be war schon auf seinem epochalen Solace Album zu hören. Aber wer hat überhaupt schon eines der früheren Alben, die in Australien alle per Kleinlabel/Vertrieb erschienen sind. Auch als Solace sogar hier nachveröffentlicht wurde tat sich nicht viel. In Australien ist die Schar der Fans allerdings enorm gewachsen. Surfer ist er auch, damit ist auch die Parallele zu Jack Johnson gegeben, dem er auf Festivals bereits begegnete. Der könnte zwar nicht so einen Rock-Gospel mit Wurlitzergewusel komponieren, wie es Rudd mit The Mother tut, aber sonst ist die lässige, so leicht wirkende Konzentriertheit auf den Song sehr ähnlich. Wir haben hier keinen Hitschreiber am Werke, man muss keinen Song herausheben, aber die Art, die Methode und diese Entschlossenheit, jedem Song Charakter zu geben, macht das Album als ganzes zum Glücksfall. Nicht der erste oder einzige, alles was Rudd bisher geliefert hat, hatte Hand und Fuss, Mund und Achsel – und immer steckte daran/darin ein Musikinstrument – irgendeines. (ICC)

noch mehr von Xavier Rudd
Foto von Solace

Xavier Rudd

CD Solace
Nicht verfügbar
Foto von To Let

Xavier Rudd

CD To Let
Nicht verfügbar