Chris Brokaw: Incredible Love - Hilfe
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Chris Brokaw - Incredible Love

Cover von Incredible Love
Chris Brokaw
Incredible Love

Label
Erstveröffentlichung 24.02.2006
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Auch so eine interessante Karriere: Vom Codeine-Drummer in den frühen Neunzigern über Come mit Thalia Zedek (da schon als Gitarrist) zu diversen Kollaborationen (z.B. Steve Wynn) bis zu einer Solokarriere, die 2002 mit dem ersten eigenen Album „Red Cities“ begann. Heute macht Chris Brokaw fast alles selbst, lediglich ein paar Gäste sind auf seinem neuen Longplayer „Incredible Love“ zu hören, das wie auch schon Thalia Zedeks Solo-Schaffen beim guten spanischen Acuarela-Label erschienen ist. Stilistisch ist Brokaw heute offener denn je, auch seine zeitweilige Vergangenheit bei Postrock-Projekten wie Pullman mag dazu beigetragen haben. Auffällig ist aber vor allem sein Gitarrespiel, das oft in klarer Tradition zum britischen Freigeist Richard Thompson steht. Wobei es eher der Sound als die Virtuosität ist, die an Thompson erinnert. Und Brokaw hat zwischendurch auch satte Distortion-Rocker zwischen Wire und Hüsker Dü auf Lager, außerdem covert er beherzt einen Song von Suicide. Während der Gesang ein wenig uncharismatisch bleibt, dominiert die vielseitige Gitarrenarbeit dann doch das Album, wobei die Songs zum Teil in Richtung unkomplizierte Power-Smasher gehen, dann aber auch wieder ebenso subtil wie eigenwillig zwischen Folk-Roots und avanciertem Postrock pendeln. In Sachen Songwriting fehlt meines Erachtens noch das gewisse Etwas, formal ist Chris Brokaw aber eindeutig auf dem Weg zu einem echten Individualisten. (Joe Whirlypop)

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