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Rhubarb: Start Again - Hilfe
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Rhubarb - Start Again

Cover von Start Again
Rhubarb
Start Again

Label OVERSTOCK
Erstveröffentlichung 08.11.2005
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Rhubarb war eine der ersten Bands, die vor drei Jahren in der Aussie Rubrik besprochen wurde. Seitdem hat sich deren Neigung zu gutartigem Mainstream Rocks als australische Spezialität erwiesen, die des öfteren durch weitere Bands aus Oz fortgesetzt wird. Jetzt, drei Jahre später, kommt die personell unveränderte Band mit dem gleichen Produzenten (Caleb James) wieder. Nach wie vor Indie und auf dem eigenen Label veröffentlichend.
Nicht, dass die Aussie Major Companies nicht scharf auf sie wären, aber scheinbar fühlt man sich unabhängig wohl. Immerhin haben sie vom Vorgängeralbum Slow Motion 15.000 Alben verkauft, für eine Indie-Band bei einem Indie-Vertrieb auf dem kleinen Australien-Markt ist das verdammt viel. Das Brisbane-Quartett um die Brüder Drinkall hat die Formel, riffigen Rock ohne Schmus vorzutragen, dabei trotzdem fast liebliche, jedenfalls haften bleibende Songs zu schreiben. Klingt fast zu einfach um etwas besonderes zu sein, ist aber so, auch auf dem dritten Album sind sie Spurtreu, bleiben beim eigenen Stil dank eigener Kreativität, ohne – was Australier sonst durchaus gerne tun – abzugucken, wie der Rest der Westwelt gerade so klingt. Also keine Ferdinand-oder sonstwie Tendenzen. Dafür haben sie die ganz wenigen Unwuchten die der Vorgänger noch hatte jetzt auch beseitigt, gönnen sich selbstsicher auch mal einen Funkrocker mit Bläsersektion, wie sie da die Kurve vom Trompetenstoss zum Gitarrensolo hinkriegen hat schon was.
Es gibt keinen guten Grund, dieses Album nicht schön laut zu spielen, eine ganz frische, eigenständige Sorte im genormten Rockbrei. Vielleicht werden wir irgendwann noch des Erstlings habhaft (Kamikaze/1999), der auch schon etwas besonderes gewesen sein soll.

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