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Tom Ovans: Honest Abe & The Assassins - Hilfe
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Tom Ovans - Honest Abe & The Assassins

Cover von Honest Abe & The Assassins
Tom Ovans
Honest Abe & The Assassins

Label Evangeline
Erstveröffentlichung 14.10.2005
Format DoCD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Die Veröffentlichungen des Wahl-Texas-Folkies haben wir schon abgefeiert, als ihn noch so gar keiner kannte. Nach einer Handvoll Alben dürfte er sich einige Fans erspielt haben, aber da der Wettbewerb groß ist und die Zahl der Outlets, wo solche Platten überhaupt noch verkauft werden, immer kleiner wird, dürfte auch Tom Ovans ums künstlerische Überleben ringen. Und was er jetzt mit seinem neuen Album macht, dürfte man schon fast unter Karriere-Suizid verbuchen. Wäre man ihm nicht wohl gesonnen.
Mit 30 Tracks über zwei Discs verteilt, bekommt man hier eigentlich mehr als man vertragen kann. Denn Tom Ovans krächzende, nasale Stimme, die ein wenig an einen Früh-Dylan-Impersonator erinnert, ist eigentlich zu eindimensional, als das sie 30 Songs tragen könnte. Und wenn die Tunes wie hier durchweg mit minimalen Mitteln arrangiert sind – die Gitarre als Leadinstrument, Bass, Orgel und andere Kleinigkeiten nur als Soundtupfer – dann ist das einfach zu wenig, um zumindest meine Aufmerksamkeit über einen derartigen Zeitraum aufrecht zu erhalten. Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus Alter und einfach zu viel Musik, die hier tagtäglich auf mich einströmt, aber um so ein Ding adäquat zu besprechen, müsste man sich eigentlich zwei Tage Zeit nehmen. Zeit, die der geneigte Tom Ovans-Fan wahrscheinlich hat und aus diesem Grunde sollte er sich nicht abhalten lassen, hier zu investieren. Aber ich halte es bei Songwriter-Alben noch immer wie in guten alten Zeiten: 12 Songs und 40 Minuten. Dann ist alles gesagt. (rh)

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