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Rory Block: From The Dust - Hilfe
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Rory Block - From The Dust

Cover von From The Dust
Rory Block
From The Dust

Label Telarc
Erstveröffentlichung 24.03.2005
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 15,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2005er Album, wie der Vorgänger ein reines Solo-Werk. Eine Gitarre, ein Bottle-Neck, das rhythmische Stampfen ihres Fusses und ihre klare, kräftige Stimme ist alles, was sie braucht, um dem Hörer und Freund ihren ganzen Klangkosmos zu eröffnen und die Vielfalt des Blues vor ihm auszubreiten. Ihr Gitarrenhandwerk zeugt ebenso von ernsthaftester Erdverbundenheit wie von meisterlicher Perfektion, egal ob im vertracktesten Fingerpicking oder im himmlischen Slide-Spiel, mal träumerisch schwebend, mal rhythmisch-betont-mitreissend. Die Stimme zeigt sich ebenso irdischen wie sakralen Themen gewachsen, singt, erzählt und betet, füllt die Folk-Blues-Ballade ebenso mit Leben wie den dreistimmigen Gospel-Satz. Musikalisch spielt sie ohnehin in ihrer eigenen Liga/Welt, lebt den Delta- und Folk-Blues, erinnert sich der Gospel-Vorbilder, verwendet Elemente von Jazz, Funk und Folk, bleibt den Wurzeln treu und gibt dem Blues doch immer neue Impulse. Produziert von Rory Block und Rob Davis werden die 14 Tracks (darunter Charley Patton’s Highwater Everywhere, Muddy Waters’ I Be Bound, Robert Johnson’s Stones In My Passway, Son House’s Dry Spell Blues neben Block-Originalen) so satt und voll-klingend dargereicht, dass es ein reiner Ohrenschmaus ist und der Kopf gefüllt wird mit klarster Klangfreude. Diese Frau ist ein Fels. Ein mitreissend lebendiger, zudem. (cpa)
Rory Block ist ja schon fast eine Legende. Und wird, nach ungefähr 20 Alben von guter bis überragender Qualität, wahrhaftig immer besser. Mit „From The Dust“ hat sie sich selbst übertroffen. Die CD ist für mich (und mit der Meinung stehe ich nicht alleine), zusammen mit dem Vorgänger („Last Fair Deal“), ihr Glanzstück, ihr Meisterwerk! Ein ausnahmslos solo aufgenommenes, bei dem man trotzdem überhaupt nichts vermißt. Delta Blues/Folk Blues auf Singer-Songwriter-Basis, gleichzeitig kunstvoll, bodenständig und echt umgesetzt, bei mehreren Stücken mit starkem Gospeleinfluß durchsetzt. Sie fesselt buchstäblich vom ersten (Slide-)Ton an, womit wir auch schon bei ihrem (natürlich akustischen) Saitenspiel sind: Das ist schlicht brillant, voller Seele, auf vielfältige Art variiert, oft werden mehrere Gitarren per Overdub exzellent miteinander kombiniert, zum Beispiel (oft!) eben diese wundervolle Slide... Genauso fabelhaft hat sich ihr Gesang entwickelt, gereift, souverän, mit großem Tonumfang, toll phrasierend, kraft- wie gefühlvoll. Hin und wieder, als absoluter Höhepunkt, fügt sie Zweit-, Response-, Harmony- und Chorstimmen hinzu, bestechend arrangiert. Das ganze Album ist sehr lebendig, phasenweise fast quirlig, angestaubt wirkt hier wirklich nichts. Selbst rhythmisch kann sie mehr als überzeugen, ob straight oder „gebrochen“, sogar mit polyrhthmischen Einlagen, unterstützt vom Füßestampfen. Mittendrin baut sie 4 Coverversionen (am Stück) ein, von Robert Johnson, Charlie Patton, Muddy Waters, Son House. Sie hat das Feeling, sie hat den Spirit. (dvd)

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