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Sophia: People Are Like Seasons - Hilfe
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Sophia - People Are Like Seasons

Cover von People Are Like Seasons
Sophia
People Are Like Seasons

Label City Slang
Erstveröffentlichung 01.01.2004
Format LP
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Die allerbeste Nachricht für Freunde von Robin Proper-Shepard aka Sophia ist, dass er sein neues Album über einen soliden Vertrieb anbietet. Sonst ist das ja nicht unbedingt ein Grund zum Jubel, aber sein Selbstvertrieb über die letzten Jahre, war für die Fans ein Geduldsspiel wenn sie Sophia-CDs suchten. Das introvertierte Genie ließ wohl nur gelegentlich pressen und bestellen konnte man zeitweilig nur über die Flowershop-Website die oft nicht einmal funktionierte.
Auf dem neuen Album wirkt Proper-Shepard vergleichsweise wach und klar ohne gleich zur Happy Sunshine Fraktion über zu laufen. Klar, die Stimmung ist Moll, das, was der All Music Guide „Sadcore“ nennt. Seine älteren Alben (Fixed Water/Infinite Circle/De Nachten) machten einen wesentlich verhangeren Eindruck. Der Opener des Albums ist ein beinahe leichtgewichtiger Rocker (Oh My Love), danach 2 Balladen die schwermütig aber nicht end-depressiv sind und nebenbei hat Fool einen Refrain in den man gern einstimmt. Beim folgenden Desert Song Nr. 2 kommt dann aber auch schon das Cello das an der Seele sägt, im weiteren entwickelt sich ein achtminütiges Drama mit großem Finale und einer gewaltigen Gitarrenwand die alte God Machine Zeiten aufleben lässt. So geht das im Mittelteil der CD auch weiter, wer nur das zerbrechliche Sensibelchen kannte, wird hier daran erinnert, das der Mann in den frühen neunzigern einer Crossover Band vor stand die auch keine Bange vor noisigen ausbrüchen hatte.
Das mitspielende Personal ist weitest gehend identisch mit dem der letzten Jahre, mit dem er auch auf Tour war und letztes Jahr das De Nachten Album veröffentlichte. Ruhiger, aber nie so sparsam wie einst geht es ab Track 7 (Sware To Myself) weiter, da erkennt man wieder den Nachdenker und Zweifler. Der Schlussakkord ist Another Trauma, hier aalen wir uns wieder alle in Schmerz zum brüchigen Gesang des traurigen Shepard. Ob man die CD dem Liebhaber der melancholischen und stillen Sophia „Vor“Werke empfehlen kann ist eine heikle Frage. Es ist mitunter laut, nicht wirklich böse oder aggressiv aber rrrichtiger Rrrock. Wer Proper-Shepard als Songwriter und Gefühlvermittler kennt, der kann sich aber auf jeden Fall darauf verlassen, dass auch dieses Album etwas ganz besonderes ist. (ICC)

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Foto von Fixed Water

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