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Joe Henry: Tiny Voices - Hilfe
hilfe

Joe Henry - Tiny Voices

Cover von Tiny Voices
Joe Henry
Tiny Voices

Label Anti
Erstveröffentlichung 22.09.2003
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Nachdem Joe Henry für seine letztes Album „Scar“ Ornette Coleman, Marc Ribot und Brad Mehldau verpflichten konnte, hatte er „…a continuing interest in a particular sonic philosophy. It has something to do with accepting chaos, and with favoring discovery over self-expression (it has nothing to do with genre). Suffice it to say that it has never been my intention to try to make a "jazz record" (whatever that is), but I have found great purchase by inviting musicians with a jazz sensibility into my proverbial house and seeing where they place the furniture.”
Nur mit Songskizzen unter dem Arm versammelte er für 5 Tage Musiker wie Chris Bruce, Jennifer Condos, Jay Bellerose, David Palmer, Patrick Warren, Don Byron und Ron Miles im Studio – allesamt in der Improvisation geschult – um gemeinsam live-im-Studio eine kleine Grundidee zu einem Songkunstwerk zu vollenden. Die einzige Vorgabe war, sich vor den Sessions Luis Bunuelþs „The Criminal Life of Archibald de la Cruz“ anzuschauen.
Und so gehen sie gemeinsam auf die Reise, Joe Henry erzählt seine dunklen Geschichten in altbekannter Weise und versucht sich dem-Himmel-sei-Dank nicht als Jazz-Sänger. Von der Stimmung her erinnert einiges an Henry´s zweites Album „Shuffletown“, aber ansonsten hat er ja seit „Trampoline“ seinen Horizont ständig erweitert und so steht „Tiny Voices“ nun auch als Einzigartig da. Die Fans, die ihn noch als Country-Folk-Singer/Songwriter kennen und lieben, werden längst ausgestiegen sein. Die, die neu dazu gekommen sind erleben ein unglaubliches Werk, das dank der exzellenten Musiker in vielfältigsten Farben schillert. Dabei stellt sich jeder in den Dienst des Songs, baut kleine Nuancen in den Flow, brilliert mit kurzem instrumentalem Aufflackern und sorgt so für Sicherheit und Spannung. Einzig Don Byron darf hier mit breiterem Pinsel arbeiten, was er zu atemberaubenden Ausflügen mit Klarinette und Bass-Klarinette nutzt. Normalerweise gehört das nicht zu meinen Lieblingsinstrumenten, hier kann man es sich einfach nicht ohne vorstellen.
Gegen Ende findet sich auch „Flesh And Blood“, den Song, den Henry zum von ihm produzierten Solomon Burke Album beisteuerte.
„Tiny Voices“ ist das perfekte Late-Night Album zum anstehenden Herbst. (rh)

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