Kelly Pardekooper: House Of Mud - Hilfe
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Kelly Pardekooper - House Of Mud

Cover von House Of Mud
Kelly Pardekooper
House Of Mud

Label Trocadero
Erstveröffentlichung 01.04.2003
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Iowa City, Vorstadt-Idyllen, gestutzter Rasen, Familienkutschen in gepflegten Auffahrten. Man kennt sich, belauert sich hinter Gardinen und spricht übereinander. Blickt man hinter die Fassaden, bekommt die Idylle feine Risse. Pärchen, die sich misstraue

Review

Männer, die zu viel trinke

Tracklisting
SUVs, die zu viel Sprit schlucken.<
>Hier leben Menschen mit komischen Namen, so wie Kelly Pardekooper. Begeisterte uns schon sein Debut „Johnson County Snow“ von 2000, so hat der gute Mann mit „House Of Mud“ einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Grandiose Midwest Roots Music, alleine der Opener „House Of Mud“ ein einzigartiger, hypnotisch-groovender Schleicher, der förmlich die flirrende Hitze eines Sonntagnachmittags im Hochsommer in Iowa spüren läßt, auch und gerade dank der exzellenten Gitarrenlicks die sowohl Teddy Morgan als auch Lucinda Williams’ Affiliate Bo Ramsey beisteuern. Geschichten über Kleinstadtabenteuer, über Entfremdung zwischen Menschen, über verbotene Liebe und düsteren Sex. Lakonisch, beinahe stoisch mit klarer Stimme gesungen und in eingängige Songs verpackt, die intelligenten Country, treibenden Blues und flüssigen Folk mit einer gewissen Punk-Attitüde verbinden. Am stärksten ist Pardekooper in seinen rockigen Momenten, von denen es zum Glück reichlich auf dieser CD gibt. Eine derartig gute Rhythm Section hat man selten in so klassischem Alt.Country Setting gehört, treibend und höllisch, aber relaxed groovend, ob bei den elektrifiziertem Bluesnummern oder den straighten Rockern, durchweg erste Liga, ebenso wie das, bis auf ein Greg Brown-Cover („Whatever It Was“) exzellente Songmaterial aus der Feder Pardekoopers. Keine Frage, da klopft einer ganz vehement an das Tür zum Oberhaus der (rockigeren) Alt.Country Szene. <
>Die Trocadero Version kommt in wunderschönem Digipack mit fetten Booklet (alle Texte) und als Teaser zusätzlich 4 Bonustracks (vom Debut „Johnson County Snow“) gegenüber der US Version. <
>„Ganz sachte erinnert hier sein drittes Album – das erste hier zu Lande veröffentlichte, um 4 Songs von seinem zweiten angereichtere – an Neil Young, an die Rolling Stones von Dead Flowers und Townes van Zandt. Aber es ist alles sein ganz eigener Outlaw-Blues: fesselnde Lieder über Penner, Farmer für Regen betend, Alkoholiker, eine Herzen brechende Country-Queen und Sünder um Erlösung bittend. Er kann auch Rock`n´Roll! Und als Leadgitarrist spielt Lucinda-Williams-Producer Bo Ramsey schlicht sensationell gut.“ (Franz Schöler in Stereo)