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Yann Tiersen: C'Etait Ici - Hilfe
hilfe

Yann Tiersen - C'Etait Ici

Cover von C'Etait Ici
Yann Tiersen
C'Etait Ici

Label OVERSTOCK
Erstveröffentlichung 01.10.2002
Format DoCD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Über drei Tage Live aufgenommenes Monumentalalbum mit großer Besetzung. 35 Köpfe allein vom Synaxis Ensemble Orchestral Vienne (Lyon), dazu Tiersens Lieblingsmusiker und prominente Unterstützung von Dominique A und Lisa Germano (deren Soloalben auf 4AD erscheinen). Der Gegenentwurf zum eher zierlichen Flair von L’Absente oder dem Amelie Soundtrack. Zuerst fühlt man sich auch ein wenig überrollt, das üppig besaitete Streicherintro läßt überladenes fürchten. Bis zum 5. Song der ersten CD fühlt man zuviel Orchester, zuviel Piano und Pathos. Ab da wird es nicht nur besser, sondern intensiv und innig. Ein Stück ums andere wird die Performance variantenreicher und zum Finale wird ge(folk)rockt und Stimmung gemacht. Dieses Erlebnis wird für den Hörer außerhalb der E-Musik auch deswegen außergewöhnlich, weil neben dem Orchester und den Sololeistungen von Tiersen und seinen Gästen auch eine Menge ungewöhnliches Gerät zum Einsatz kommt, das in dieser Mischung nur selten zu hören ist. Uillean Pipe und Okarina, Akkordeon und Melodica werden, neben diversem anderen, ebenso unüblichen Instrumenten, so verspielt wie virtuos zur Geltung gebracht. Von der Fröhlichkeit eines Soundtracks für die Augsburger Puppenkiste, zur Wehmut einsamer Träumer und bis zur Rückreise in die verregnete Landschaft der Bretagne spielen sich Wechselbäder der Gefühle ab. Wenn man sich dann eingefunden hat, ist Disc 2 einfach nur noch der gesteigerte Genuß. Etwas außergewöhnliches, etwas urwüchsiges und in seiner Art völlig neues.

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