The Band: Moondog Matinee (rem.) - Hilfe
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The Band - Moondog Matinee (rem.)

Cover von Moondog Matinee (rem.)
The Band
Moondog Matinee (rem.)

Label EMI
Erstveröffentlichung 01.05.2001
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 6,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Remasterter Reissue mit 20-seitigen Booklet, neuen Linernotes und Fotos. Das Album glänzt mit 6 Bonustracks, fünf davon aus den gleichen Sessions: Oh Didnþt It Rain, Crying Heart Blues, Shakinþ, What Am I Living For, Going Back To Memphis. Der sechste Bonustrack, das Robertson Original "Endless Highway" wurde irgendwann vor "Moondog Matinee" aufgenommen. Diese Version hat Rick Danko als Leadvokalisten, wogegen die Richard Manual-Version als Bonus auf dem "Cahoots"-Reissue zu finden ist.
„Contractual obligations had to be met, but some workshop tapes didn´t pan out, and nobody had any new songs, so we went into Bearsville Studios and cut some oldies.“ (Levon Helm)
„Cahoots“ war eher eine mittelmäßige Platte, auf dem Live-Doppel-Album „Rock Of Ages“ befand sich im Prinzip kein neues Material und nun ein Album mit Coverversionen? The Band auf dem kreativen Tiefpunkt? Ganz sicher, denn obwohl die Zeit um 1973 vom R&R-Revival geprägt war, „American Grafitti“ in die Kinos kam und John Lennon mit „Rock`n´Roll“ eine ähnliche Platte aufnahm, war das resultierende „Moondog Matinee“ Album der Band für die Fans eher eine Enttäuschung.
Dass The Band von all den Revivalbands und Gedächtnisplatten eine der besseren waren bzw. machten, lag alleine daran, daß sie den Rock`n´Roll und Rhythm`n´Blues praktisch mit der Muttermilch aufgesaugt hatten und all diese Songs jahrelang jeden Tag als The Hawks in den Kaschemmen und Clubs in Kanada und der amerikanischen Ostküste gespielt hatten.
Neun Rock`n´Roll und Rhythm`n´Blues Klassiker spielten sie als Tribute für Alan Freed´s Radio-Show ein, wobei mir persönlich die balladigen R`n´B-Songs besser gefallen, so z.B. „Holy Cow“ von Allen Toussaint (keiner weiß genau, ob Rick oder Richard hier Lead singt. Tatsache), das gefühlvolle „Share Your Love With Me“ (Bobby Blue Bland) mit einer ebenso großartigen Richard Manuel Gesangsperformance wie bei „The Great Pretender“. Absolutes Highlight ist das ab-schließende, unter die Haut gehende „A Change is Gonna Come“ (Sam Cooke), bei dem Rick Danko ein Feeling verbreitete, dass Kritiker Greil Marcus schwörte, Richard Manuel würde hier singen.
Außer dem Garth Hudson-Showcase „Third Man Theme“, welches die erste LP-Seite beendete, besteht der Rest des Materials aus purem Rock`n´Roll, den zum Großteil Levon Helm singt. Das reicht von „Ain´t Got No Home“ (Clarence `Frogman´ Henry) über das mitreissende „Mystery Train“ (Elvis und andere), von „I´m Ready“ (Fats Domino) über „The Promised Land“ (Chuck Berry) bis zum von Richard gesungenen Leiber/Stoller Hit „Saved“.
Das Cover bestand aus einem Wraparound-Poster eines Gemäldes von Edward Kasper, welches die Band in und vor einer 60er Lokalität zeigt, mit vielen versteckten Anspielungen und Feinheiten.
Während die Fans langsam ihren Glauben an The Band verloren, hatten diese noch ein Ass im Ärmel – „Northern Lights, Southern Cross“.

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