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Jon Dee Graham: Summerland - Hilfe
hilfe

Jon Dee Graham - Summerland

Cover von Summerland
Jon Dee Graham
Summerland

Label Glitterhouse Records
Erstveröffentlichung 01.01.2000
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Das hätten wir auch einfacher haben können. Lange haben wir um diese Platte gekämpft, eigentlich schon verloren, um dann um 5 nach 12 Uhr doch noch zuzuschlagen. Der Grund ist ein einfacher: denn wie `98 bei SXSW war auch 1999 Jon Dee Graham der mit Abstand überzeugendste Live-Künstler. Mit so einem Mann muss man einfach weiter zusammen arbeiten, koste es, was es wolle. Dass er zudem noch super-symphatisch rüberkommt, über eine klasse Visage und extremsten Humor verfügt, machte die Sache für uns noch zwingender.
"Summerland", das erst zweite Album des seit 20 Jahren aktiven Musikers (True Believers, Kelly Willis, Calvin Russell und zahllose Sessiontätigkeiten), ist mit einem grösseren Budget eingespielt worden als noch das Debüt. Nicht das "Escape From Monster Island" schlecht klingt, nein, nur "Summerland" rollt kräftiger aus den Boxen, ohne nun glatt oder geglättet zu wirken. In punkto Songwriting noch gereift, folgen hier gleich 5 Knaller hintereinander, vom Opener "A Place In The Shade" über "Big Sweet Life" bis zum unglaublich dynamischen "Black Box". Songs, die sich beinahe unbemerkt in einen reinschleichen und zu denen man unweigerlich binnen kurzem mitswingt. Dazu strotzt die Platte natürlich vor wundervoller Gitarrenarbeit, wie es sich für einen Meister dieses Instruments gehört, der zudem mit Mike Hardwick ein weiteres Ass (Dobro, Pedal-Steel, etc.) sozusagen zur Saite stehen hat.
Das bewegt sich größtenteils im mittelschnellen/balladigen Bereich, ist aber trotzdem Rock mit omnipräsentem Druck. Nie hat man das Gefühl, das hier etwas beliebig oder substanzlos wird. Graham´s Unstimme ist dazu zu einem wirklichen Organ gereift, das den Kompositionen die nötigen Ecken und Kanten gibt. Auf das rein akustische "Butterfly Wing" folgt das eher etwas untypische "At The Dance", eine leicht mexikanisch-beeinflusste Nummer, die ich anfangs unter "Geschmacksverirrung" ablegte, die mir aber mittlerweile richtig ans Herz gewachsen ist. Vor allem beim Mittelteil, einem knapp 1-minütigen Santana-Medley, bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Auf das spastisch-TomWaits-ish rockende "October" folgt ein einfach schönes Dobroinstrumental und die restlichen drei Songs sind keinen Deut schlechter. Auch wenn es mir schon fast peinlich ist, bei den Glitterhouse-Veröffentlichungen immer solcheLobpreisungen loszulassen: Ein Meisterwerk!
"`Summerland´, wieder mit kompetentester Band eingespielt, ist nun noch reifer geraten, abwechslungsreich und hochmelodisch.Tiefenscharfes, brillantes Songwriting, vorzügliche Gitarrenarbeit und eine intensive, rauchige Stimme die zielsicher jedes Klischee umschifft.“ (Rolling Stone)
„Ausnahmemusiker (...) in der Klasseform seines Lebens. Songepen, die berührend-einzigartig sind. Jahrhundertwerk!“ (Notes)

Review

Second album by the songwriter, singer and guitarist from Texas, who spent the first twenty years of his musical career in punks bands (Skunks), seminal roots rockers (True Believers) and played his guitar on numerous recordings sessions (Kelly Willis, Simon Bonney, Calvin Russell and literally hundreds more). His debut "Escape From This Life" appeared two years ago and was rife with soulful introspection.
"Summerland", Grahamþs sophomore release, is an exuberant embrace of life. Thatþs not to say itþs a warm, fuzzy hug of an album, only that Graham unabashedly celebrates the better things in this world in songs like "Big Sweet Life," while still keeping his sly wit sharp. Heþs sanded down some rough edges, but just enough to make the transition smoot

Tracklisting
in ûûOctober,ûû Graham rasps in his whiskeyed tenor, ûûYou can toast October and the pumpkin moon/Toast me and say that I died too soon/Say that I died, died of October.ûû No, Jon Dee Graham has hardly mellowed, because he isnþt afraid to surround voice and song with the kind of dramatic and smoldering electric guitars that turn his singer/songwriter moves into grand rock gestures.
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