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SOUL JAZZ

Locust Fudge: Oscillation - Hilfe
hilfe

Locust Fudge - Oscillation

Cover von Oscillation
Locust Fudge
Oscillation

Label Play Loud!
Erstveröffentlichung 06.04.2018
Format LP (+CD)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Schon jetzt das Comeback des Jahres für mich: gerade durfte ich ein grandioses Konzert erleben, das so ungleich besser war, als das letztjährige ihrer musikalischen Weggefährten Dinosaur Jr., die ja zumindest in Stuttgart eine ziemliche Enttäuschung waren. Christopher Uhe und Dirk Dresselhaus aka Krite und Schneider spielten gemeinsam mit dem neuen Drummer Chikara Aoshima ein furioses Set zwischen Postpunk und Noiserock, wie einst in den frühen 90ern, als Locust Fudge bekanntlich noch bei einem kleinen weserbergländischen Label namens Glitterhouse unter Vertrag standen. Dazu waren die beiden in so legendären Combos wie Speedniggs, Hip Young Things, Sharon Stoned, Floor, Paincake, Schneider TM, Great Tuna aktiv. Nach ewig langen zwanzig Jahren gibt es jetzt endlich ein neues Locust Fudge-Album, das den großartigen Live-Eindruck nur bestätigt. Der Operner „Light & Grace“ ist eine Offenbarung, elf Minuten klassischer Dinosaur Jr.-Rock mit luftiger Melodie, etwas Glockenspiel, energetischem Schrammelriff und zweistimmigem Gesang ein rundum perfekter Proto-Indie-Song, der sich dann nach wenigen Minuten in eruptiven Gitarren-Explosionen ergeht, noisy, fuzzy, extremst hypnotisch (und live natürlich noch intensiver, ich kann euch sagen…). Eine Nummer, wie sie auch von den ersten beiden Dinosaur-Alben stammen könnte auch weil J. Mascis hier tatsächlich mitspielt. Eine Granate von einem Song mit versprochener Gänsehautgarantie, elf Minuten sind zweifellos viel zu kurz. Im Weiteren hören wir milde psychedelische, gerne auch etwas spacige Songs, in unterschiedlichen Tempi und Stimmungen, meist gradlinig und eingängig, vieles in der Nähe der jungen Dinosaur Jr. Und immer wieder mit krachigen Ausbrüchen der Distortion-Gitarre, was einfach die allerbesten Momente ergibt. Der Sound des frühen, noch ruffen Indierocks, geboren aus der Asche von Neil Young und Punkrock. Musikalische Farbtupfer stammen von Sax und Bassklarinette, Girl-Co-Vocals und Piano, sowie reichlich Promis wie Chris Brokaw (Come, Codeine), Julia Wilton (Pop Tarts, Das Bierbeben), Gwendolyn Tägert (Mondo Fumatore), Michael Muhlhaus (Blumfeld, Die Turen), Ulrich Krieger (Lou Reed), Wolfgang Seidel (Ton Steine Scherben, Conrad Schnitzler), Werner „Zappi“ Diermaier (Faust). Der abschließende Titelsong ist dann noch ein lupenreiner, herzerwärmender Neil Young-Tribut mit Harmonica und schleppendem Crazy Horse-Riff. In einer besseren Welt müssen Locust Fudge beim Orange Blossom Special 2019 spielen, lieber Rembert. (Joe Whirlypop)

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Foto von Flush

Locust Fudge

CD Flush
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