Van Der Graaf Generator: Pawn Hearts (remastered) - Hilfe
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Van Der Graaf Generator - Pawn Hearts (remastered)

Cover von Pawn Hearts (remastered)
Van Der Graaf Generator
Pawn Hearts (remastered)

Label Virgin
Erstveröffentlichung 03.09.2021
Format 2-CD+DVD-Audio
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 22,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Eine 3-Disc-Edition des klassischen 1971er Albums von Van der Graaf Generator, das als eines der bahnbrechenden Alben der progressiven Ära gilt. Neu gemastert von den Original-Masterbändern der ersten Generation mit einem neuen Stereomix und 5.1 Surround-Sound-Mix von Stephen W Tayler sowie zusätzlichen Bonustracks aus den Album-Sessions.

21er Reissue. Was die Basis-Informationen betrifft, gilt hier dasselbe wie bei H To He (bitte dort nachschauen). Was die Aussagen zur Musik betrifft, ebenfalls (außer, daß das hier für mich „nur“ die zweitbeste Prog-LP aller Zeiten ist wegen Man Erg, eigentlich sind aber die 2 nachfolgenden LPs auf gleicher Stufe, im Schnitt). Die Remasters sind ebenfalls ganz ausgezeichnet ausgefallen, die Remixe bringen z.T. (noch) mehr Instrumentalspuren zum Vorschein als eh schon, die vorher im Mix verschwanden oder gar nicht verwendet wurden, und auch hier treten ab und an veränderte Gewichtungen der Instrumente auf und weitere Modifikationen. Z.B., jeweils im Vergleich mit der Originalfassung, bei Lemmings: Ein paar Hervorhebungen der Stimme, der Drums, der Xylofon-Sounds, in einer Free-Passage tauchen plötzlich unbekannte Akustikgitarren auf… Bei Man Erg wird mal die Orgel dezent zurückgenommen, anderswo das Piano (effektiv!) verstärkt, die legendäre fantastische Rhythmuspassage nach 3 Min. unterscheidet sich etwas, weiteres „Rhythmusgehämmer“ klingt prägnanter. Und das ganze Klangbild wirkt partiell feiner/präziser moduliert, „gestochener“, hat mehr Dynamik (mit ein paar schärferen/aggressiveren Spitzen), der Gesang wurde mehrfach deutlich nach vorne gemixt. Bei A Plague Of… fällt v.a. die noch einmal gesteigerte Wucht und Dichte auf sowie mehrfach eine größere Betonung des Saxofons (besonders, ziemlich lange, in einem mäandernden lyrischen Solo, ein kurzes freies war vorher so gut wie gar nicht hörbar), zudem fehlen nun ein paar Effekte, dafür gibt es einige vorher unbekannte Stimmendopplungen. Bonusse: Die non-LP-„Pop“-Single Theme One samt Remix (der deutlich später ausgeblendet/also verlängert wird, das Kakophonie-Break ist anders gestaltet) und die B-Seite dazu, das exquisite W plus Remix, der aus dem Song quasi einen ganz neuen macht, den Charakter massiv verändert: Weniger fragil bzw. zart, phasenweise fülliger bis eindeutig kraftvoller, die Piano-Dominanz eines Stückes ist verschwunden (andere Tonspuren kamen hinzu), die Drums setzen früher ein, wirken auffälliger, prägender, setzen quasi einen fast durchgängigen Puls, der selbst in früher Drum-losen Passagen weiterläuft. Und das spacige Flair wurde minimiert. Schließlich kommen 4 BBC-Aufnahmen von 1971 (Sound Of The 70s, auf dem After The Flood-Set enthalten) hinzu: Eine tolle Version von Man Erg (11 Min.), insgesamt vielleicht ein bischen erdiger, aber auch hier und da Klänge, die leicht abenteuerlicher ausfallen, manchmal prominentere Drums, sporadisch Wah-Wah, ein signifikant verlängertes Sax-Solo. Theme One (klar mehr Raum für die Orgel, heißt: „Progiger“). Vision (von Hammills Solo-Debut) als pure lyrische einfach schöne Piano-Ballade. Darkness in erheblich handfester, teils heavy Bass-Sounds, die Vocals aggressiver/härter/expressiver phrasierend, lohnend! DVD-Audio: Wie üblich die Remasters, die Remixe und Surround-Mixe plus die Single (A/B). Alles ist auch auf der Box drauf. (detlev von duhn)

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