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Swans: Leaving Meaning - Hilfe
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Swans - Leaving Meaning

Cover von Leaving Meaning
Swans
Leaving Meaning

Label Mute
Erstveröffentlichung 25.10.2019
Format 2-LP (+MP3)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

19er, nach der Auflösung der alten Besetzung nun mit diversen ex-Swans, Leuten, die u.a. für/mit Alex Chilton, Silver Apples Iggy/Stooges, Nick Cave, Beirut spielten, Gästen wie Anna und Maria von Hausswolff, The Necks, Ben Frost, Baby Dee. Michael Gira kann offensichtlich nicht anders das 4. Meisterwerk in Folge. Stilistische Zuordnungen sind schwer/versagen. Okay, da gibt´s Elemente/vermutliche/wesentliche und marginale Einflüsse aus/von z.B. „Düster-Fake-Folk“ bzw. „Gothic Underground-Post-Folk“, Post Punk aus einer anderen Welt, Can (mehrfach, auch mal massiv), Nick Cave, Panda Bear (??), Future Pop und Post Rock in sehr eigen/originär, einer Art Dream Pop, selbst Doors (??), ganz kurz irgendwie sogar Magma, dazu (Indie/Gothic) Pop- resp. einfach ruhige hochatmosphärische bis schwebende Balladen, aber es klingt trotz dieser gelegentlich auch deutlichen Assoziationen wie nichts anderes. Was zählt, ist das WIE. Die komplett eigenständige Musik- und Klangsprache. Die unglaublich fesselnden Stimmungen, total faszinierenden Atmosphären, immer wieder anders und dennoch absolut in sich schlüssig, die in den weitaus meisten Stücken (viele davon um die 11, 12 Minuten, insgesamt 93) eine grandiose Sogwirkung erzeugen, geradezu hypnotisieren, auch mit Hilfe einer Menge repetitiver Muster. Gerade das macht diese Musik so einzigartig und überwältigend. Dabei arbeitet Gira hier und da mit mehreren überlagernden Vokalspuren (teils Gäste) bzw. kleinen Chören, einzelne Instrumente sind des Öfteren kaum greifbar, verschwimmen, fließen zusammen (Saiten inkl. Lap Steel und akustischer, Tasten inkl. Mellotron und viel Piano, Streicher, manchmal Bläser, ergänzend Vibrafon, Santur, Akkordeon, Dulcimer), agieren musikdienlich im Extrem, teils auf „unscheinbare“ Weise fantastisch arrangiert. Manches klingt erhaben, dramatisch, radikal stoisch, verwunschen bis dunkel-mysteriös, Weniges eher dräuend, orchestral, beinahe meditativ, alarmistisch, relaxt, verquer-sakral, einige Tracks steigern langsam aber stetig über lange Strecken die Dichte und Intensität (schon mal beinahe schmerzhaft), es gibt schwere marschierende Parts, untergründige Spannung, ausgedehnte ziemlich leise und/oder teilakustische Phasen, und wesentlich weniger Wucht als früher. Das Ergebnis ist immer phänomenal. CD/Vinyl in Spanplatten-Hüllen/Digipack, Vinyl minus 1 Track. (dvd)

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