Suche / Search

 

Keep an eye on...

GLITTERHOUSE

Holger Czukay: Cinema - Hilfe
hilfe

Holger Czukay - Cinema

Cover von Cinema
Holger Czukay
Cinema

Label Grönland
Erstveröffentlichung 23.03.2018
Format 5-LP+DVD (+MP3)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 139,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ein halbes Jahr nach dem Tod des Can-Tausendsassas kommt jetzt diese ebenso umfassende wie empfehlenswerte Werkschau, die von Messer-Sänger Hendrik Otremba kuratiert wurde. Auf fünf CDs oder Vinylen (jeweils plus DVD) begibt man sich auf eine fesselnde Reise durch ein halbes Jahrhundert von Holger Czukays Schaffen musikalisch durchaus erratisch, aber eben im besten Sinn ständig Neues und Anderes ausprobierend, was neben dem ja auch schon ziemlich innovativen Can-Oeuvre eine höchst beachtliche Leistung ist. Stilistisch gibt es keine Grenzen, vom Jazz kommend trifft Czukay auf Kraut und Experimentelles, seine Soloplatten seit den späten 70ern verbinden dann Dada mit Karibischem und Psychedelischem, Ethno-Sounds mit tanzbarem Pop, Albernes mit Wagemut. Aus den Prä-Can-Jahren stammen die 1969 heimlich mit Rolf Dammers in Karl-Heinz Stockhausens Studio aufgenommenen, ziemlich experimentellen Canaxis 5-Aufnahmen, irgendwo zwischen Neuer Musik und Klangforschung, anstrengend und horizonterweiternd. Mit Cluster und Brian Eno klingt es dafür umso schöner. Highlight der klassischen Soloalben ist für mich der grandiose Trip „Ode To Perfume“ von 1981, und auch die Kollaboration mit Jah Wobble („Full Circle“) aus dem Folgejahr ist gut gealtert. Dann gibt es Aufnahmen mit der japanischen Sängerin Phew, Conny Plank (Les Vampyrettes) und Gattin Ursula Schüring aka U-She/Ursa Major, die erstaunlich nah an Nicos Gesangskunst kommt. Richtig zugänglich ist der neben einigen anderen bislang unveröffentlichte Bonus-Track "Breath Taking“ mit Meister Stockhausen, der fast schon nach TripHop klingt. Die DVD bietet den 1987 fürs Kleine Fernsehspiel des ZDF entstandenen und ziemlich abgedrehten Film „Krieg der Töne“ mit Czukay als Schauspieler, dazu gibt es ein 36-seitiges Booklet mit Linernotes von Ian Harrison und sehr schönen Fotos. (Joe Whirlypop)

noch mehr von Holger Czukay