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Al DeLoner: Blues Finest Vol. 2 - Hilfe
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Al DeLoner - Blues Finest Vol. 2

Cover von Blues Finest Vol. 2
Al DeLoner
Blues Finest Vol. 2

Label Pepper Cake
Erstveröffentlichung 15.02.2019
Format 3-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 11,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Dank der Aufnahme der limitierten Doppel-CD-Ausgabe des 2008er Albums Mountains On The Moon ins Peppercake-Paket beinhaltet die zweite Deloner-Folge der Blues Finest-Reissue-Reihe gleich 3 CDs: Den 2007er Alleingang Volume 3, das 2008er Mountains-Werk und die damals (wie heute) angehängte 8-Song-Bonus-CD.

Volume 3 (2007):
Noch liegt das Flora In The Darkroom-Album recht nah am CD-Player, da beschenkt uns das Midnight Choir-Mastermind bereits mit seinem dritten Solowerk. Die gewollte Schlichtheit des Titels der 2007er Song-Kollektion ist auch Ausdruck der Rein- und Klarheit der zehn Aufnahmen, die DeLoner zwischen 2004 und 2006 in der norwegischen Abgeschiedenheit im Alleingang eingespielt hat. Seine immer wieder beeindruckenden Möglichkeiten als Vielinstrumentalist nutzend, kleidet DeLoner seinen wehmütig-ehrlichen Texte in das jeweils maßgeschneiderte Gewand, begleitet seine Stimme in Billie Holiday allein mit der dezent rhythmisch gezupften akustischen Gitarre, lässt in Should We Meet On The Street das Piano solitär den Klangraum füllen, klare Klavierakkorde und eine schneidende Mundharmonika reichen in I Would Go Mad als Begleitung aus, um dem Hörer-Herz das Fiebern zu lehren. Dazwischen gibt's die mehr oder weniger deutlichen Verneigungen vor Neil Young, sei es die herzhaft verzerrte E-Gitarre und die langgezogenen Mundharmonika-Klagen in Wintersong oder die wehmütige Country-Folk-Ballade If I Had Wings, die gefühlvoll an selige Comes A Time-Zeiten erinnert. Die geniale Verbindung von norwegischer Melancholie, ehrlich-empfindsamem Pathos und unmittelbarer Nähe zu den amerikanischen Country- und Folk-Wurzeln machte Midnight Choir einst zu Recht zu unseren norwegischen Lieblingen. (cpa)

Mountains On The Moon (2008):
2008er und bereits viertes Solowerk des kreativen Midnight Choir-Kopfes, bietet in der deutschen Version noch gleich ein komplettes zusätzliches Bonus-Album. Das knapp 65-minütige Hauptwerk ist wieder mit der DeLoner-eigenen flackernden, fießenden Melancholie getränkt, die er mal in großem Tragik-Arrangement in vollem Klang schwelgend, mal solistisch zur akusischen Gitarre und mal im intim-intensiven Duett mit Carla Torgerson auskostet und auslebt. Während DeLoner selbst für die verschiedenen Gitarren-Spielarten und Klavier- und Keyboard-Klangfarben verantwortlich ist, bereichern Gäste an wie Robert Fraenzel (Saxophon, Querflöte), Max Lorenz (Violine), John C. Barry (Bass/Nikki Sudden) und Chris Hughes (Drums & vielfältige Perkussion/Hugo Race) Arrangement undAtmosphäre und verleihen durch klangliche Glanzlichter den Songs ihre individuellen Schattierungen von schimmernd düster bis ganz dunkel. Ein Wiederhören in neuem Sound-Gewand gibt es dabei mit Long Time Ago, Mercy Of Maria und Ballad Of Emma DeLoner. Als Dreingabe enthält das Werk eine rein akustisch gehaltene 8-Track-Bonus-CD von 42 Minuten Länge, die Al 2003 im Alleingang, sich selbst an A-Gitarre, Mundharmonika oder Klavier begleitend, einspielte. Die hohe Young-Kunst der akustischen Ballade, Abteilung DeLoner. (cpa)

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