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Henrik Freischlader: Hands On The Puzzle - Hilfe
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Henrik Freischlader - Hands On The Puzzle

Cover von Hands On The Puzzle
Henrik Freischlader
Hands On The Puzzle

Label Cable Car
Erstveröffentlichung 24.08.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Nach dem einen oder anderen Besetzungsexperiment kommt der Mann mit dem puren Gitarren-Gold in den Händen mit einer festen Band zurück, und präsentiert hier im nahtlos zusammengewachsenen Quintett mit 1 Kaiser und 4 Königen. Selbst in den auch rhythmisch haarigsten Momenten beweist sich die Combo als erlesene Einheit von 5 Individualisten, agiert herrlichst tight und zeigt sich auch gerade in den Zweier- und Dreier-Paarflügen als perfekt eingespieltes Ensemble. In 12 Freischlader-Originalen (bei knapp 75 Minuten Spielzeit muss da auch schon mal über die 10-Minuten-Song-Grenze gegangen werden) erhält jeder Beteiligte auch seine Gelegenheit(en) zur sauberen Solo-Selbstdarstellung, die vor allem Saxophonist Marco Zügner reiflich und reichlich nutzt. Der brillante Blechblas-Einfluss trägt prägend gerade zu den satt dargebotenen Chicago/Big Band Blues-Glanzstücken bei, aber es ist der Groove, den Heiland Henrik bei seinem 2018 Album-Ausflug spürbar für sich entdeckt hat und den er aufs Saftigste hegt und pflegt. Soul-, Jazz-, Swing-, Gospel- und vor allem Funk-Elemente durchziehen das neue Werk wie ein glühender roter Faden. Gepaart mit der göttlichen Gabe des Meisters, bekannte Gitarren-Götter kongenial einfach mit links aus den Fingern zu schütteln, erhält man den Eindruck, dass Eric Clapton, Robert Cray, Jimi Hendrix, Gary Moore und vor allem Johnny Guitar Watson (dem dann sicherlich das nächste Tribute-Album gelten wird) gemeinsam mit am Werk waren. Auch als Sänger zeigt sich Freischlader deutlich gewachsen und gereift, der größte Genuss aber ist es, wenn der Meister selbst sich lustvoll, gern auch in satter metallener Härte zu mitunter mehrminütigen Soli aufschwingt, und wenn dann seine Gitarre bei der unter die Haut-schürfenden, herrlich schleppenden Breitwand-Ballade Where Do We Go sich Prince-gleich in den lila Regen-Himmel erhebt, dann hat man endgültig das E-Gitarren-Paradies erreicht. Deftig groovende Band-Rückkehr des Blues & Beyond-Saitenmeisters. (cpa)

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