All Them Witches: ATW - Hilfe
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All Them Witches - ATW

Cover von ATW
All Them Witches
ATW

Label New West
Erstveröffentlichung 28.09.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Fünftes Album der retrorockigen Nashville-Truppe. Erster Eindruck: Blues Explosion trifft Black Keys und Captain Beefheart. Fuzzlastig und heavy, mit knackigen Breaks und reichlich Dreck unter den Fingernägeln. Die mutierte Schweineorgel kommt aus der Lofi-Garage, der Gitarrensound steigt aus der Asche von Black Sabbath auf. Die (nur anfangs) blechern geshouteten Vocals sind klassische Jon Spencer-Schule und überhaupt ist der Sound super. Der zickige Funk kommt dank raffinierter Breaks eher latent um die Ecke, wobei gerade dieser Groove mit angezogener Handbremse eine ganz spezielle Dynamik entwickelt. Der bodenständige Vintage-Sound erinnert stilistisch an die frühen 70er, die Wurzeln im Blues werden auch mit schneidendem Slide-Einsatz unterstrichen. In den ruhigeren Downbeat-Momenten der zweiten Albumhälfte verschaffen sich aber auch Fender Rhodes-Piano und Hammond Orgel angemessenen Raum, teils wird es auch richtig authentisch bluesig (wie das auch Led Zeppelin konnten), leicht psychedelisch und auch gleich zehn Minuten lang. Und gediegene Gitarrensoli im 70er-Style gibt es auch. Dazu erweist sich der Sänger als geradezu prototypischer Vertreter des Classic Rock-Vokalisten aus den 70ern. „Dazed And Confused“ scheint mir ein wesentlicher Einfluss auf All Them Witches gewesen zu sein. Diesen fetten (teils auch elegischen) Sound hat die Band selbst produziert, gemixt hat dann Rob Schnapf (Beck, Elliott Smith, Kurt Vile). (Joe Whirlypop)

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