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Jake Bugg: On My One - Hilfe
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Jake Bugg - On My One

Cover von On My One
Jake Bugg
On My One

Label EMI
Erstveröffentlichung 17.06.2016
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 12,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Das dritte Album des bislang ja recht traditionalistisch orientierten Wunderkinds beginnt fast schon deltabluesig, akustisch und steinalt traditionell – aber schon mit der zweiten Nummer packt Jake Bugg einen ziemlich donnernden Rocksound aus, der ihm aber durchaus zu Gesichte steht. Klingt ein bisschen wie eine Fatboy Slim-Produktion (die aber auf drei Songs von Jacknife Lee stammt), also schon richtig heftig riffend und mit treibendem DigiBass auch absolut dancefloortauglich. Dieser Kracher ist dann auch prompt die neue Single, die wohl neue Käuferschichten ansprechen soll. Im Weiteren ist dann etwas mehr stilistische Vielfalt angesagt als beim von Rick Rubin produzierten Vorgänger: mal soulig-balladesk (Richtung Shuggie Otis), mal folky-akustisch (was ihm meiner Meinung nach immer noch am besten steht), einmal auch mit Beinahe-Rap zu bluesigem Groove, was hervorragend funktioniert („Ain’t No Rhyme“). Jake Bugg hat hier fast alles allein gemacht, das Selbstbewusstsein des Burschen ist berechtigterweise ziemlich groß, was man auch seinem nölig-markanten Gesang deutlich anhört, der nach wie vor wie eine jüngere, dreckige, rotzige Version von Dylan mit Punk-Roots klingt. Am besten gefallen mir daher auch wieder diese klassisch dylanesken Akustikstomper wie „Put Out The Fire“. Roots-Puristen sollten also nicht vom satten Wumms der Single irritieren lassen, der mittlerweile 22-Jährige aus Nottingham macht nach wie vor seinen Weg. (Joe Whirlypop)

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