Rolling Stones: Sticky Fingers (DeLuxe Edition) - Hilfe
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Rolling Stones - Sticky Fingers (DeLuxe Edition)

Cover von Sticky Fingers (DeLuxe Edition)
Rolling Stones
Sticky Fingers (DeLuxe Edition)

Label Polydor
Erstveröffentlichung 05.06.2015
Format 2-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 19,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Da die Wiederveröffentlichungen von Stones-Meilensteinen stets in Varianten-Schlachten ausarten, beschränke ich mich bei der Beschreibung der Reissues des 71er Meisterwerks mal auf die Versionen (der Inhalt des Originals ist Euch allen ja nicht ganz fremd). Die einfachen Ausgaben (1-CD wie 1-LP) bieten das Originalwerk in remasterter Form, die Deluxe-Doppel-Fassungen locken jeweils mit einem Bonustonträger mit zehn Zusatz-Tracks (Alternate Takes, Live Performances etc.).
Und wieder dreht sich rasant das Wiederveröffentlichungskarussell: der Formatwahnsinn treibt fröhliche Blüten (u.a. mit 2CD+DVD Limited Deluxe Edition, Super Deluxe Edition mit 3CDs + DVD & Buch, 2LP 180gr-Vinyl), weshalb ich mich hier mal einfach der naheliegenden, da noch bezahlbaren Deluxe-Version dieses opulenten Reissue-Themas widme, nämlich der Doppel-CD im Digipak mit reichlich Bonus-Material. Sechs Jahre nach der letzten Wiederveröffentlichung von „Sticky Fingers“ beglückt Universal den liquiden Sammler diesmal mit einer Bonus-CD mit zehn ausgewählten Raritäten, hierzu später mehr. Das Album an sich muss nicht mehr vorgestellt werden: die Experten mögen sich gerne streiten, ob nun „Exile On Mainstreet“ von 1972 oder eben dieses ein Jahr zuvor veröffentlichte Album das definitive Meisterwerk sei – ich tendiere da deutlich zu „Sticky Fingers“. Mit etwas weniger Drogen, dafür aber mehr Country-Folk -Vibe im Sound (der wohltuende Einfluss von Gram Parsons’ Cosmic American Music!), der den Stones doch ganz hervorragend steht. „Wild Horses“ und vor allem „Dead Flowers“ sind Monumente, wie auch der dreckige R&B-Burner „Brown Sugar“. Die Arbeit von Gastgitarrist Ry Cooder ist überragend, Produzent Jimmy Miller zauberte (u.a. in Muscle Shoals) einen perfekten, trotz allem schlanken Gesamtsound, der auch drei Gitarristen und teilweise das soulige Gebläse von Bobby Keys und Jim Price verträgt. Bei den bislang unveröffentlichten Bonus-Songs überzeugen vor allem die „Brown Sugar“-Version mit Eric Clapton an der Slideguitar und die Unplugged-Variante von „Wild Horses“, die alles vorwegnimmt, was Nikki Sudden später aufgenommen hat. Dazu gibt es Alternativ-Version von „Bitch“, „Can’t You Hear Me Knocking“ und „Dead Flowers“, sowie fünf 1971 live im Roundhouse aufgenommene Tracks, darunter „Honky Tonk Women“ in extrafunky-gitarrenlastig und ein sehr schwungvolles „Midnight Rambler“. (Joe Whirlypop)

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