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Barr Brothers: Sleeping Operator - Hilfe
hilfe

Barr Brothers - Sleeping Operator

Cover von Sleeping Operator
Barr Brothers
Sleeping Operator

Label Secret City
Erstveröffentlichung 10.10.2014
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 9,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

14er der Kanadier, mit Leuten von Arcade Fire, den Bands von Patrick Watson und Bassekou Kouyate. Sehr ungewöhnlich, sehr viel Abwechslung, voller Feinheiten und Überraschungen, und absolut herausragend! Teilweise unglaublich feinfühlig und nuanciert verwobene klangfarben- und instrumentenreiche musikalische Landschaften, eingebettet in durchaus handfeste aus Rock, Pop, Folk und weit mehr gespeiste gefühlsstarke Tracks, in denen neben viel Harfe (in oft unüblichem Kontext), Ak.Gitarre, Orgel, Bläsern, Marimba/Vibrafon, Ngoni, Dulcimer, Pedal Steel, Viola etc. auch verzerrte E-Gitarren vorkommen. Mit ganz großartigen Songs: Rhythmisch unorthodoxer wie reizvoller extrem atmosphärischer spannendster Voodoo-Trance-Roots-Rock; fantastischer ansteckender mitreißender Afro-Blues mit Delta- wie Rock-Anleihen und klasse Slide; noch ein (west-)afrikanisch beeinflußter Rock-Song mit bluesigen Untertönen, kraftvoll, vielschichtig, packend; atemberaubend schöner unterschwellig gospeliger Folk (es gibt noch ein ähnliches getragenes fast feierliches Stück). Gleichfalls toll: Ein Mix aus Folk Rock und wundervoll fließender Klanglandschaft mit einer kleinen Prise Minimal Music und (schon wieder) Afrika; Beatles-inspirierter (wenngleich anders klingender) emotionaler Pop-Rock zwischen in sich ruhend und lauten Ausbrüchen; ein hypnotisch sich stetig verdichtender Rocker. Auch der Rest (sanfter eindringlicher Folk eigener Art, relaxter friedvoller heller Folk Rock, teils Paul Simon verwandt) ist richtig gut. Hinzu kommen die vielschichtigen Vocals, von entspannt fast lakonisch bis emphatisch, schmerzhaft… 1 Stunde tief beeindruckende vereinnahmende Musik, die mich immer mehr gefangen nimmt. Eine große, große Empfehlung! (dvd)Dezent kosmische Americana mit leichtem NeoFolk-Einschlag aus Montreal, extrem souverän inszeniert und von Anfang bis Ende komplett überzeugend. Dieses zweite Album nach dem Debüt von 2011 beginnt leicht ätherisch mit schwebenden Soundcapes und einer auch im Folgenden oft präsenten Harfe (von Sarah Pagé), etwas Flöte, Gitarre und Handclaps – ein eigenwillig schönes Intro für ein sehr abwechslungsreiches Album. Die Barr-Brüder teilen sich Gitarre/Gesang und Drums, dazu kommt noch ein Mensch an Bass und Piano. Der Vibe schmeckt ein wenig nach Westcoast, die Tempi sind gemächlich, das Ganze wirkt sonnig und laidback. Jackson Browne und David Crosby kommen mir beim Hören in den Sinn, auch die feinen The Duke And The King, Sufjan Stevens und Jeb Loy Nichols (die Stimme). Die Songs pluckern ebenso entspannt wie hypnotisch dahin, illustriert mal mit Pedal Steel, mal mit westafrikanischen Gitarren und mit bluesiger Slideguitar. Immer milde psychedelisch (respektive „cosmic“), aber eben auch rootsbewusst, schlicht und folky. Von Ryan Freeland (Bonnie Raitt, Aimee Mann) kristallklar produziert, lassen die Barr Brothers einen sanften Fluss zeitloser Americana-Songs entstehen, ganz überwiegend akustisch instrumentiert, mit unaufgeregten Grooves manchmal auch ohne echte Drums, mit Harmonien im Stil der Byrds und der wissenden Gelassenheit von The Band. Mal melancholisch, mal durchaus upliftend und immer sehr kurzweilig. Als Gäste sind Musiker von u.a. Arcade Fire, Patrick Watson und Little Scream dabei. (Joe Whirlypop)

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