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Simon Joyner: Ghosts - Hilfe
hilfe

Simon Joyner - Ghosts

Cover von Ghosts
Simon Joyner
Ghosts

Label Sing, Eunuchs!
Erstveröffentlichung 20.08.2012
Format DoLP
Leider nicht verfügbar.
Rezension

12er Import auf eigenem Label, nur auf Vinyl. Richtig gut fand ich ihn schon immer, aber das hier: Ein 90-minütiges Meisterwerk! Einzigartig, auch in seiner Diskografie. Ehrlich, direkt, schmerzhaft phasenweise. Radikale Kunst, die unter die Haut geht! Der Einflüsse aus dem weiten Feld der Alt.Country/Folk-Singer-Songwriter, aber auch einiger Bands sind einige, der Ähnlichkeiten nicht so sehr – ob der eigenwilligen Umsetzung: Taumelnd z.T., schroff und unbehauen, nicht immer aber des Öfteren atonale Klänge von E-Gitarre (die auch ab und zu roh, sägend, aggressiv klingt, incl. eingearbeiteter Feedbacks), Piano und Geige (insgesamt dominieren

Review

Orgel, Pedal Steel, Ak.Gitarre u.a. bilden harmonischere Gegengewichte) mit mehrfach Noise-Charakter, die Verbindung der Instrumente wirkt (wie die Stücke als solche) ausgesprochen lose, luftig, natürlich im Sound (komplett analoge Produktion). Aber all das steht dann doch in melodischem Kontext, eingebettet in Songs von ungeheurer Substanz und Klasse – was eine absolut tolle Wirkung ausübt! Ein paar Tracks erinnern mich in dieser ihrer losen zuweilen fast purzelnden Art an beste rockige wie balladeske (überhaupt: Hoher Balladen-Anteil) Green On Red (oder deren „Kaputtnik“-Version) in teilweiser Schräglage, andere (wenige) muten an eine seltsame Form der noisigen Psychedelia an. Daneben jedoch gibt es auch zwar raue ungebundene doch zutiefst poetische leise, tropfende Songs im geradezu Zeitlupen-Tempo, die in ihrer Depro-Atmosphäre Townes Van Zandt verwandt scheinen. Schließlich musste ich 1,2 mal gar an frühe Velvet Underground denken. Nicht jeder wird das Album lieben, ich bin völlig begeistert. Klarer Jahres Top-10-Anwärter. (dvd)

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