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Can: Lost Tapes - Hilfe
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Can - Lost Tapes

Cover von Lost Tapes
Can
Lost Tapes

Label Mute
Erstveröffentlichung 18.06.2012
Format 3CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 34,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Limitierte 5 x 180 Gramm LP Box mit 28-seitigem Booklet.
Dass ich das noch erleben darf. Kann mich nicht erinnern, an dieser Stelle bei aller Lobhudelei mal von einer echten Sensation gesprochen zu haben. Hier ist sie. Ein Traum wird wahr: das 3CD-Deluxe Box Set im 10-Inch Format mit über drei Stunden unveröffentlichter Can-Musik aus den besten Schaffensphasen. Macht sage und schreibe 30 faktisch neue Can-Tunes direkt aus der Zeitmaschine und in makellosem Sound. Angemessen ausführlich kommentiert von Tastenmann Irmin Schmidt (Gratulation noch zum 75.!) und einem ausführlichen Essay von Ian Harrison. Die verschollenen und vergessenen Tapes fanden sich beim Umzug des legendären Can-Studios in Weilerswist und wurden – so sagt man heute – von Irmin Schmidt und Daniel Miller (das Ganze erscheint auf Mute Records) kuratiert. Ganz wichtig: die Tracks aus den goldenen Jahren 1968-1977 sind keine Outtakes, Demos oder Alternativ-Aufnahmen, sondern unveröffentlichte Original-Songs, dazu kommen einige wenige (und sehr lohnende) Live-Aufnahmen (darunter ein fast 17-minütiges „Spoon“-Monster). Wir hören Can in Höchstform, mit der stoischsten aller Rhythm Sections Holger Czukay und Jaki Liebezeit, Klangforscher Schmidt und dem unglaublichen Gitarristen Michael Karoli, den ich zum Helden dieser Aufnahmen küren möchte. Was für eine präsente, präzise und dennoch säurehaltige Gitarre Karoli einst gespielt hat, ist schlicht atemberaubend. Dazu singen Malcolm Mooney oder Damo Suzuki, wobei sich der ja eher unterschätzte Mooney vor allem beim zehnminütigen „Waiting For The Streetcar“ von 1968 als perfekte Stimme zum funkbetriebenen Mantra-Spacerock erweist. Es gibt hier aber noch mehr echte Hits zu entdecken, denn die Sammlung besteht eben nicht aus B-Ware, sondern schließt geschmeidig die bislang gar nicht erkannten Lücken zwischen den regulären Alben. Wir hören also überwiegend echte Songs, psychedelische Rocknummern und nur selten das eine oder andere Klangexperiment. (Joe Whirlypop)

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