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Various Artists: Two Tribes - Hilfe
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Various Artists - Two Tribes

Cover von Two Tribes
Various Artists
Two Tribes

Label Agogo
Erstveröffentlichung 01.02.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Rundum gelungene und durchgehend spannende Compilation vom Hannoveraner Agogo-Label, die beweist, dass modernistischer Afrobeat längst nicht mehr nur aus Afrika kommen muss. Zusammengestellt wurde „Two Tribes“ von den beiden kundigen DJs und Journalisten Tobi Kirsch und Ubbo Gronewold, denen ich größten Respekt für ihre Selection zolle. Die beiden Stämme des Albumtitels beziehen sich auf Europa und Afrika, die die hier präsentierte Musik zusammenrücken lässt. Denn die Mehrzahl der sehr afrikanisch klingenden Musiker kommt aus europäischen Ländern wie Deutschland, Finnland, Italien, Frankreich und Großbritannien. Aber auch Afrikaner wie Blay Ambolley und Selma Uamusse sind dabei, die zwölf Tracks lassen aber Grenzen verschwinden und reißen Mauern ein. So entstehen überwiegend (post-) moderne Afrobeat-Tracks, mal recht authentisch organisch instrumentiert, meistens aber mehr oder weniger elektronisch aufgerüstet, was hervorragend funktioniert. Das kann dann nach hypnotischem Afro-Dub a la Tony Allen klingen, wie ihn Mark Ernestus einst auch fürs hauseigene Glitterbeat-Label gezaubert hat. King Sunny Ades Afro-Psychedelic revisited. Oder mit geradem Beat den Afro-House-Floor befeuernd. Teils wird es auch ein bisschen jazzig mit zickigem Gebläse, insgesamt ist die Abwechslung aber sehr groß. Schon erstaunlich, wie überzeugend afrikanische Musikkultur in europäischen Ländern gepflegt wird. Besonders gut gefällt mir der Italiener Andrea Benini (MopMop) mit seinem hypnotischen Balafon-Roller, wie auch der housig-perkussive Drive von David Hanke. Das Highlight folgt dann ganz zum Schluss: Raoul K ist ein in Norddeutschland lebender Ivorer, der hier einen hypnotischen 15-Minuten-Trip mit unwiderstehlichem Handclap-Groove, elastischer Afro-Percussion und treibendem, minimalistischem Vorwärtsdrang zu halluzinogenen Balafon-Lines abliefert, der trotz seiner Länge letztlich viel zu kurz ausfällt. Wow, hier wachsen Kulturen zusammen. (Joe Whirlypop)


19er Sampler, der Afrika (mit ganz unterschiedlichen Anteilen, auch mal fast/ganz pur) auf ganz verschiedene Art mit dem Westen verbindet, mit Leuten aus u.a. Senegal, Ghana, Zimbabwe, Elfenbeinküste, Mosambik, (z.T. in Europa lebend), Deutschland, Italien, England, Frankreich. Mit z.B. der Highlife-Legende Blay Ambolley, The Sorcerers, Onom Agemo, Selma Uamusse, J. Mafuleni, Andrea Benini (Mop Mop). Heraus kommt u.a.: Afro + (Afro/Modern) Beats + Jungle-Sounds (mit Tempo doch eher relaxt, oder gar fast kontemplativ); Afro + Dub mit Afro Beat-Anleihen (rhythmisch zwingend); Minimal Music-Einfluß trifft Drum & Bass-/Jazz-Spuren + Rhythm-Electro-Avantgarde (spannend, originell, strange und faszinierend, wenig Afro); ähnlich Remain In Light-Talking Heads (mehr Westen als Afro, kurz spacy, sehr schöne Synthies); Afro + Pop, polyrhythmisch angestochen; sehr agiler Afro-Gitarren-Synth-Prog-Jazz Rock; toller eher klassischer wunderbar rollender Afro Beat (leicht jazzig/elegant); technoide Club-Grooves + Afro-Rhythmik (repetitiv); archaisches Afrika meets Space + House… Einige klasse Stücke sind darunter! (dvd)

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