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Ginger Johnson And His African Messengers: African Party - Hilfe
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Ginger Johnson And His African Messengers - African Party

Cover von African Party
Ginger Johnson And His African Messengers
African Party

Label Freestyle
Erstveröffentlichung 03.07.2015
Format LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ginger Johnson hatte ein ganz schön turbulentes Leben: im heimischen Nigeria wurde er Mentor und Vaterfigur für den jungen Fela Kuti, emigrierte in den Fünfzigern dann nach London, spielte bei Edmundo Ros und Ronnie Scott, Georgie Fame und Quincy Jones, und wurde zu einer schillernden Figur in der afrikanischen Exil-Community. Nebenher war er auch einer der Initiatoren des bis heute tobenden Notting Hill Carnevals und schaffte es mit seiner Band Ginger Johnson & His African Messengers als exotischer Farbtupfer in die Londoner Sixties-Psychedelia-Szene rund um den UFO Club von Joe Boyd, mit einer Hausband namens Pink Floyd. Mit seiner eigenen Band zauberte der gelernte Perkussionist Folorunso „Ginger“ Johnson einen ganz speziellen Sound: die Melodik klang eher karibisch (im Fahrwasser von Acts wie Harry Belafonte), die Songs an sich waren aber stoisch-monotone Afro-Chants mit streng repetitivem Charakter, getragen von einer wirklich sensationellen Percussion-Gruppe, die ein irres Voodoo-Brodeln erzeugt, über dem dann ekstatische Afro-Chants und ebensolches Gebläse (Sax, Trompete, viel Flöte) zu wilden Höhenflügen abhebt. Richtige Songs sind das nicht, eher schon hypnotische Trance-Nummern und für die mit diversen Drogen experimentierenden Londoner der Swingin‘ Sixties vermutlich genau der richtige Sound zum abheben. Besonders lang währte Johnsons Karriere aber nicht, dies ist sein einiges Album aus dem Jahr 1967, jetzt endlich mit kompetenter Kommentierung wiederveröffentlicht. (Joe Whirlypop)

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