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Linda Perhacs: Parallelograms (rem.& exp.) - Hilfe
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Linda Perhacs - Parallelograms (rem.& exp.)

Cover von Parallelograms (rem.& exp.)
Linda Perhacs
Parallelograms (rem.& exp.)

Label Sunbeam
Erstveröffentlichung 12.10.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

18er remastered Digipak-Reissue des 08er Reissues, von den Mastertapes, inkl. feinem sehr informativem 12-S.-Booklet, lange Linernotes von ihr selbst. 1970er Kult-LP der Kalifornierin, ihre einzige bis 2014 (dort u.a. mit Julia Holter). Rückblickend ein richtig toller Klassiker, phasenweise ein wahres Wunderwerk! Zur Hälfte kunstvoller traumhafter unerhört zarter leiser reduzierter intimer (Songwriter-) Folk, oft herrlich federleicht, teils die pure Poesie, mal kurz den leisesten Spirogyra entfernt ähnlich (das Flair, die Vocals, die Melodik), mal z.T. etwas farbenreicher/nicht ganz so sparsam (mit, nur hier, Sopran-Sax und, sporadisch dabei, Flöte); im grandiosen absolut eigenen Opener sorgen so originelle/ungewöhnliche wie wundervolle Gesangsarrangements für eine hinreißende Note punktuell nicht von dieser Welt. Was in noch stärkerem Maße für das fantastische Titelstück zutrifft, einem der deutlich anders gearteten Stücke (knapp die Hälfte, darunter v.a. die über 4-minütigen): Es enthält einen etwas längeren komplett außerweltlich-surreal-psychedelischen halluzinogen-avantgardistisch-spacigen Mittelteil mit superben Effekten/Sounds, inkl. Flöte, E-Gitarre (insgesamt manchmal dabei neben der omnipräsenten akustischen), Piano, Xylophon, Electronics (alle nur in diesem Track) - ganz großartig! Daneben: Ein beweglicher left-field-Mix aus Blues und Folk; 2x Folk-Rock, jeweils leicht bodenständiger (feinziseliert/feinsinnig, leichtfüßig fließend, eine Prise Tim Buckley; bzw. geringe Asien-Spuren, dezent schneller/offensiver); fremdartiger dunkler teils fast unheimlicher Strange/Avantgarde/Acid Folk höchster Qualität. Einige Songs besitzen eine individueller Harmonik/Melodik, entwickeln ein gewisses modales Flair resp. einen Hauch Jazz (-Folk), die frühe Joni Mitchell lugt um die Ecke (Linda benötigt in keinster Weise Vergleiche, aber Vashti Bunyan kommt ebenfalls ab und zu in den Sinn - z.B. die becircende entzückende Stimme, teils glasklar, süß, Sopranlage). 6 Bonustracks (+ Interview) gibt´s obendrauf, Demos, Alt. Takes (mal stärker differierend und/oder exzellent), 2 unbekannte Songs (einer ausgezeichnet). Mich verblüfft, wie frisch/unverbraucht das alles klingt. Ganz dringende Empfehlung! (dvd)

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