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GLITTERHOUSE

Susanna: Go Dig My Grave - Hilfe
hilfe

Susanna - Go Dig My Grave

Cover von Go Dig My Grave
Susanna
Go Dig My Grave

Label Susannasonata
Erstveröffentlichung 09.02.2018
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Von irgendwo aus einem mit Worten kaum zu umreißenden Zwischenreich erreicht uns das verführerisch verstörende Herz-Stück-Werk der Susanna Wallumrod, ganz und gar dazu angetan, den allzu mutigen Lauscher auf ewig zu verwirren. Feinfühlig mit unendlich sanfter Stimme sezierend nimmt sie einmal mehr bekannt geglaubte Weisen aus nahezu allen erdenklichen Quellen (man ahnt gar nicht, aus welcher Herkunftsfülle zehn Songs eines einzigen Albums stammen können), um sie aufs kargste entkleidet, mit Liebe und Schmerz gleichermaßen gefüllt erneut auf die Reise in die Untiefen unserer Seelen zu senden. Die samt-schmeichelnde, mitunter nur liebreizvoll-leis flüsternde Stimme von einem, höchstens zwei instrumentalen Gefährten spinnennetzfein umgarnt (neben Susannas faszinierendem Vibraphon mit im betörend-bösen Bunde: Giovanna Pessi: Barock Harfe, Ida Lovli Hidle: Akkordeon, Tiva Livvsdatter Syvertsen: Hardanger Fiddle) verwandelt die einzigartig eigensinnige Norwegerin Blues-Standards und barocke Opern-Arien, Folk-Weisen und geschichtsträchtige Balladen, finstere Baudelaire-Vertonungen und einfühlsam elektrisierende Lou Reed- und Joy Division-Cover-Versionen in schmerzlich schöne Klang-Stücke jenseits gängiger Beschreibung, dabei dennoch nie den Song-Charakter der Originale verratend, sondern auf eine neue, unendlich packende Ebene hebend. Ist der Einstieg mit Elizabeth Cotten's Freight Train noch vergleichsweise freudig, so geht es spätestens mit dem noch von Klaus Nomi im Ohr bohrenden Cold Song (Dryden/Purcell) in die tieferen Kreise der eisig brennenden Hölle, um dort verharrend weiter im nebligen Nichts zu schweben, das titelgebende Thema wie einen roten Faden mal im wahren Wort und mal im grabenden Gefühl hegend und pflegend. Wie es Sankt Susanna dabei gelingt, beim Bade im suizid-süßen Sanft-Schaudern noch derartig das Herz des Hörers zu rühren und zu bewegen ist mir ein Rätsel, aber womöglich ist dies das wahre Wunder von Wallumrod. So seelentief hat man aber selbst leidvolle Lieder wie The Willow Song, Go Dig My Grave, Rye Whiskey, The Three Ravens, Lilac Wine (James Shelton), Wilderness (Joy Division) oder Perfect Day (Lou Reed) sicherlich noch nie erlebt. Nicht von dieser Erde, nicht von dieser Welt … (cpa)

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Foto von Wild Dog

Susanna

CD Wild Dog
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