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Richard Thompson Band: Live At Rockpalast - Hilfe
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Richard Thompson Band - Live At Rockpalast

Cover von Live At Rockpalast
Richard Thompson Band
Live At Rockpalast

Label MIG (Made In Germany)
Erstveröffentlichung 27.10.2017
Format 3-CD+2-DVD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 21,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Mächtiges MIG-Paket mit zwei kompletten Rockpalast-Konzerten des Brit-Folk-Rock-Recken, WDR-aufgezeichnet an zwei Daten der Thompson-Tournee anlässlich seines Hand Of Kindness-Albums am 12. Dezember 1983 in der Hamburger Markthalle und am 26. Januar 1984 in Cannes. Bei beiden Gelegenheiten stand das Kindness-Album im Zentrum des Konzertgeschehens, neben einer Handvoll Shoot Out The Lights-Stücke als bereicherndes Beiwerk gabs daneben vor allem beim Hamburger Auftritt wohlgewähltes Fremdgut (Alberta, Can't Sit Down, Great Balls Of Fire, Highschool Hop und Glenn Miller's Pennsylvania 6-5000). Jeweils im Sextett mit Langzeitweggefährte Simon Nicol und zwei Saxophonisten agierend, präsentierte sich der großartige Gitarrist in 120 Hamburger Minuten mit dem gewachsenen Drums&Bass-Gespann Dave Pegg und Dave Mattacks, beim knapp 75-minütigen Midem-Konzert bildeten Rory McFarlane und Gerry Conway das Rhythmus-Rückgrat.

Die ohnehin schon gelungene Aufarbeitung der Rockpalast-History nimmt neue Dimensionen an: dieses gewaltige Package lässt keine Fragen zu Richard Thompsons 1983er und 84er Auftritten in der Hamburger Markthalle und in Cannes offen. Die digitale Version dokumentiert beide Auftritte ausführlichst, das Gatefold-Doppelvinyl hat ebenfalls eine beachtliche Laufzeit von 90 Minuten. Musikalisch befand sich der Meistergitarrist seinerzeit in einer wie ich finde spannenden Phase: losgelöst vom schweren Fairport Convention-Erbe wie auch von Gattin Linda, dafür mit seinen beiden vielleicht besten Soloalben „Hand Of Kindness“ und „Shoot Out The Lights“ im Rücken, spielt er hier mit großer Band fast schon in stilistischer Nähe zu Van Morrison. Mit zwei Saxofonen und relativ viel Akkordeon klingt sein Sound mal richtig hart rockend, aber eben auch soulig und folky teils nach sogar nach flottem Zydeco Und im Zugabenblock wird dann richtig kernig und vintage gerockt, u.a. mit den dynamisch gecoverten Klassikern „Can't Sit Down“ (King Curtis) und „Great Balls Of Fire“ (Jerry Lee Lewis). Mit Thompsons Stimme konnte ich mich zwar noch nie so richtig anfreunden, seine Gitarre ist aber schlicht grandios und lässt sich immer schon mit den allerersten Tönen identifizieren. Alten Britfolkies sollte übrigens gefallen, dass mit Simon Nicol, Dave Pegg und Dave Mattacks gleich drei ehemalige Fairport Conventions beim Hamburger Konzert mit an Bord waren. (Joe Whirlypop)

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