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Willard Grant Conspiracy: Ghost Republic - Hilfe
hilfe

Willard Grant Conspiracy - Ghost Republic

Cover von Ghost Republic
Willard Grant Conspiracy
Ghost Republic

Label Loose
Erstveröffentlichung 06.09.2013
Format LP
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Robert Fisher ist ein großer, nachdenklicher und ambitionierter Mann. Seit 1995 steht er dem losen Verband von Musikern vor, der unter dem Namen Willard Grant Conspiracy firmiert. Da geht er auch schon mal Solo zur einfachsten Gitarrenbegleitung los oder stellt eine 10-köpfige Band zusammen. Alles ist möglich. Für Ghost Republic, dem ersten neuen Material seit dem 2008er Album Pilgrim Road, hat er die Wüste Kaliforniens (seine Heimat) verlassen, um mit der zweiten WGC-Konstante, dem Multiinstrumen-talisten David Curry, in dessen Studio in Boston Gedichte zu vertonen, die Fisher für ein Projekt des kalifornischen Künstlers Nicelle Davis schrieb. David Curry ist verantwortlich für das gesamte instrumentale Spektrum, er spielt akustische und elektrische Gitarre, hin und wieder Piano und natürlich die von ihm bekannt-geliebte Viola, die in seinen Händen ausdrucksvollste Klangbilder malt. Robert Fisher lässt darüber seinen dunklen Bariton vibrieren und bettet die Worte auf in der Reduktion exzellent arrangierte, vorwiegend im Balladentempo voran schreitende, Songs. Vom ersten Song (einem Instrumental) an baut sich eine düstere/bedrohliche Stimmung auf, die Curry vorzüglich über die 40 Minuten am Köcheln hält. Mit fortschreitender Dauer macht sich die E-Gitarre auf, den Viola-Schlieren die Stirn zu bieten, um gegen Ende des Albums (The Early Hour) förmlich zu explodieren. Über einer sanft gezupften Akustikgitarre gibt die Viola schlecht gelaunte Geräusche von sich, worauf die E-Gitarre mit anschwellendem Feedback und noisigen Solotönen reagiert. Ein großartiger Wutausbruch von 5 Minuten Länge und erst am Ende nimmt man wahr, dass Robert Fisher nicht einen Ton gesungen hat. Die E-Gitarre braucht noch zwei Songs, um sich einigermassen zu beruhigen, bevor die Band mit Oh We Wait zum Song zurückfindet. Vorherrschend aber sind Poesie, Anmut, Intimität, friedvolle Ruhe, zarte Sanftheit oder auch freundliche Melancholie, in oft folkigem Umfeld (zwei mal gar ziemlich traditionell wirkend). Und eine gehaltvolle Tiefe, deren melodische Schönheit sich nach und nach erschließt. Ghost Republic ist das Album, das uns noch einmal trefflich vor Augen führt, warum wird diese Band seit dem Debüt 10 AM At Fortune Otto (das wird damals direkt vom Künstler importierten) so lieben. Ein Höhepunkt im Schaffen des Meisters! (rh w/ a liþl help from dvd)
PS: Das Vinyl ist nummeriert und auf 500 Exemplare limitiert. Zu Ghost Republic erscheint auch ein Buch und ein Film.
13er der langjährigen Glitterhouse-Band, nach ein paar Jahren Pause jetzt auf Loose. Mastermind Robert Fisher diesmal im Duo mit David Michael Curry. Groß im Schaffen von Atmosphäre und Bildern im Geiste, das hat schon cinematografische Qualitäten! Fishers Bariton strahlt in diversen Songs eine beruhigende Gelassenheit von beträchtlichem Reiz aus (kann aber auch anders). Die meisten Stücke treiben die Reduktion weiter voran, es genügen Ak.Gitarre und Viola (sporadische kurze Piano-Einwürfe), zu einem Drittel jedoch ergänzt von klangmalender E-Gitarre zwischen rauh/dunkel und fast gewalttätig – dort greift dann schon mal eine düstere/bedrohliche Stimmung um sich, 1,2x ist der Schrecken mit Händen greifbar. Vorherrschend aber sind Poesie, Anmut, Intimität, friedvolle Ruhe, zarte Sanftheit oder auch freundliche Melancholie, in oft folkigem Umfeld (2x gar ziemlich traditionell wirkend). Und eine gehaltvolle Tiefe, deren melodische Schönheit sich nach und nach erschließt. In phasenweise hoher Intensität! (dvd)

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