Bob Dylan: Nashville Skyline (rem.) - Hilfe
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Bob Dylan - Nashville Skyline (rem.)

Cover von Nashville Skyline (rem.)
Bob Dylan
Nashville Skyline (rem.)

Label Columbia
Erstveröffentlichung 01.04.2004
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 6,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Remasterte Normal-CD in unglaublicher Klangverbesserung, zum Aufstock-freundlichen Preis.
Columbia 1969. „Viele Rezensionen betonten, was nicht auf dem Album war: kein Protest, keine Verbitterung, kein drogenbeeinflusster Symbolismus, keine hipness. Wie konnte er uns das antun?“ schrieb Robert Shelton ironisch in seiner Dylan-Biographie und traf damit den Nagel auf den Kopf und sprach das aus, was viele eingefleischte Dylan-Fans lange dachten. Nur ein Beispiel: Ed Ochs in Billboard am 12.Juli 1969, kurz nachdem „Nashville Skyline“ erschienen war: „Dylan, der Zufriedene, redet in Klischees und errötet, als ob jeder Tag Valentinsstag wäre...Also Goodbye, Bob Dylan, ich freue mich, dass du glücklich bist, obwohl du mir mehr bedeutet hast, als du ....genauso verwirrt warst wie wir alle...“.
Dylan selbst meinte nur: „Das ist die Art Musik, die ich immer schreiben wollte.“ Das bereits von „The Freewheelin’ Bob Dylan“ bekannte „Girl From The North Country“ sang Dylan gleich als ersten Song zusammen mit Johnny Cash, der auch den Klappentext zur Platte schrieb: eine eindeutige Hinwendung zu dem Country-Publikum, das er von nun an zum Teil hinter sich wusste. Songs wie „Lay Lady Lay“, „Country Pie“, „To Be Alone With You“, “Tonight I’ll Be Staying Here With You” sind gerade wieder dieser Tage vermehrt in Dylans Liveprogramm, was die Langlebigkeit und Wichtigkeit dieses Albums unterstreicht.
Sicherlich ist „Nashville Skyline“ nicht ähnlich gut wie „Blonde On Blonde“ oder Platten dieses Kalibers, doch mit ihr gelang es Dylan, näher am Puls der Zeit zu sein als er das mit einem für ihn typischen Werk geschafft hätte. Auffallend an „Nashville Skyline“ ist zudem die Tatsache, dass Dylan hier in einer vorher und nachher nie wieder verwendeten Stimmlage singt, die eigentlich keinerlei herausragende Momente enthielt. Die Rolle des fast schon glatten Entertainers, der einige eigentlich harmlose Liedchen singt, schlägt trotzdem um in pure Magie, wenn man die Stücke alle nacheinander hört und so nach und nach auch der musikalischen Feinheiten und Raffinessen der Nashville-Cats gewahr wird. Grinsender Dylan auf dem Cover, so als wolle er sagen, dies alles nicht so zu ernst zu nehmen. Wenn man verliebt ist, gibt es kaum ein besseres Album.

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