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Grateful Dead: Workingman's Dead (50th Anniversary) - Hilfe
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Grateful Dead - Workingman's Dead (50th Anniversary)

Cover von Workingman's Dead (50th Anniversary)
Grateful Dead
Workingman's Dead (50th Anniversary)

Label Rhino
Erstveröffentlichung 10.07.2020
Format 3-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 23,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die klanglich frisch aufbereitete 2020er Jubiläumsausgabe des 1970er Dead-Albums erscheint in ihrer Vinyl-Form als limitierte Picture-Disc, in der CD-Version gibt's dafür jede Menge Beiwerk-Material, beinhaltet der Dreierpack doch ein komplettes, bislang offiziell unveröffentlichtes 1971er Konzert aus dem Capitol Theatre, Port Chester, NY, das sich mit 24 Tracks über gleich zwei Tonträger erstreckt. Incl. u.a. Cold Rain And Snow, Me And Bobby McGee, Loser, Easy Wind, Bertha, Ripple, Sugar Magnolia, China Cat Sunflower, Bird Song, I'm A King Bee, Wharf Rat, Truckin', Casey Jones, Good Lovin', Uncle John's Band.

Einer ihrer größten Studio-LPs, klar. Und eine Kehrtwende ihres Sounds. Proto-Americana oder wie auch immer man´s nennen will, ein enorm Roots-betontes Album, aber das beschränkt sich nicht, wie immer kolportiert wird, auf die starken Country- und Folk-(Rock-)Einflüsse, auch R´n´B/Blues-gefärbte Stücke gehören dazu (inkl. eines Pig Pen-Features: Easy Wind). Zudem erfreuen Harmony Vocals in nie gekannter Stärke (die einen guten Teil des Reizes ausmachen, wie ich finde, auch wenn sie nicht so perfekt wie bei den als Inspiration dienenden CSNY ausfallen), überhaupt spielen die Vocals eine ungewohnt große Rolle, sie agieren absolut songorientiert, 1 einziges etwas längeres Solo gibt es. Und ein paar teil- oder (bis auf den Bass) gar ganz akustische Tracks gehören zum Repertoire, Pedal Steel (Garcia) und Banjo tauchen ab und an auf. Großartige Songs wie Uncle John´s Band, Cumberland Blues, Casey Jones tragen zum Klassiker-Status bei. Als Bonus gibt´s auf 2 CDs ein unveröffentl. komplettes Konzert vom 21.2.71 (Capitol Theatre Port Chester, 152 Min.) in perfektem Top-Sound, ohne Mickey Hart, der sie ein paar Tage zuvor für über 3 Jahre verlassen hatte (also nur 1 Drummer). Die Show wirkt qualitativ sehr ausgeglichen (auf hohem Level), einziges extrem langes Stück ist Good Lovin´ (eine von immerhin 4 Pig Pen/Blues-betonten Nummern, u.a. das gestochene feine I´m A King Bee), herausragend kommen Cold Rain & Snow (relaxed und inspiriert), Me And Bobby McGee (tolles Cover, Vocals wie Gitarre wunderbar feinfühlig), Ripple (anrührend, geradezu zart), Sugar Magnolia (etwas aggressiver als oft, auch die Acid/Wah-Wah-Gitarre), Greatest Story Ever Told (sehr kompakt/scharf/tough, feiner Groove), Johnny B. Goode (in dem Monat scheinbar besonders gut), Wharf Rat (fabelhaft! Phasenweise fast traumverloren) und Uncle John´s Band (delikat und viel Gefühl, gerade auch die 2 Garcia-Soli). Ein mehr als willkommener Bonus! (Detlev von Duhn)

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