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Lowest Pair: The Perfect Plan - Hilfe
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Lowest Pair - The Perfect Plan

Cover von The Perfect Plan
Lowest Pair
The Perfect Plan

Label Delicata
Erstveröffentlichung 21.08.2020
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 18,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

20er. Das Duo Kendl Winter mit ihrer außergewöhnlichen Stimme voller Ausdruckskraft und Charakter (variabel, manchmal etwas mädchenhaft, sporadisch gar in Gillian Welch-Nähe) sowie Palmer T. Lee (auch er singt ausgezeichnet bis kongenial, meist Harmonies, und das z.T. im selben Song in unterschiedlicher Stärke, was phasenweise einen tollen, ja hinreißenden Effekt erzielt; selten auch Lead oder quasi Duett) hab ich mit der großartigen LP Sacred Heart Sessions 2015 lieben gelernt. Sie klingen hier insgesamt (zumindest bei einer ganzen Reihe Songs) ein wenig anders, tendenziell besitzt ihr Songwriter-Folk resp. Folk/Americana-Rock bis -Pop mehr „zeitgenössische“ (Songwriter-) Elemente, etwas weniger traditionalistische, der Sound wirkt oft dezidiert voller, inkl. gelegentlich elektrischer Klänge (E-Gitarren- oder Orgel/Keyboard-Schleier). In der 2. Hälfte des Albums geht´s u.a. in Richtung (etwas upgedatetem) traditionsbewußtem Country, Bluegrass/Appalachen-Elemente fließen kurz ein, auch (ausnahmsweise) 2 ausgewiesene Balladen sind dabei, ziemlich country-esk resp. Americana/Modern Country. Wunderbar neben dem Gesang: Das detailreiche Saitenspiel, z.T. ein sehr reizvolles vielfältiges Geflecht, neben Banjo(s) und Ak.Gitarren ab und zu Mandoline oder Pedal Steel, mehrfach verzichten sie auf Schlagwerk. Mal ein gleichmäßiger in Spuren elegischer Fluß, mal atmosphärisch stark und kraftvoll, lichte/weite Räume, sporadisch massivere Kontraste samt rhythmischer Brüche oder ein bischen klangmalerisch. Klasse Werk! (dvd)


US-Country-Folk von einnehmender Schönheit: Das Girl-/Boy-Duo Kendl Winter und Palmer T. Lee überzeugt mit prägnanten Stimmen, gediegenen Harmonies und sanfter Inszenierungskunst. Anfangs fand ich die zunächst nur karg begleitete countryeske Mädchenstimme fast schon zu intensiv, im Verlauf des Albums erweist sie sich aber als die prägnante Kraft von The Lowest Pair. Das von Mike Mogis (Bright Eyes) produzierte Album entwickelt sich im Weiteren zu einem Füllhorn von rootsigem Indie-Folk, getragen von perlenden Banjos und Gitarren vor allem aber perfektem Zusammenspiel von zwei ebenso prägnanten wie schönen Gesangsstimmen in herzwärmender Harmonie. Die Arrangements geraten teils recht üppig, mit Drums & Bass, Gitarre, Mandoline und auch etwas atmosphärischem Hintergrund (Orgel, Pedal Steel). Die Songs bewegen sich oft über Genre-Konventionen hinaus, vor allem das intensive „Wild Animals“ entwickelt eine hypnotische Tiefe, die keiner gängigen stilistischen Gattung zuzuordnen ist die klangmalerische Kraft von Talk Talk kommt mir kurioserweise in den Sinn, obwohl auch hier das Banjo durch den Song führt. Ich höre auch Anklänge an Baskery, letztlich aber an fast alles, was amerikanischer Rootsrock zwischen Country, Folk, und Southern Gothic hervorgebracht hat. Hier wird ebenso milde wie gekonnt modernisiert, daher auch das „Indie“-Label. (Joe Whirlypop)

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