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Marcus King: El Dorado - Hilfe
hilfe

Marcus King - El Dorado

Cover von El Dorado
Marcus King
El Dorado

Label Fantasy
Erstveröffentlichung 17.01.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Anstelle sich auf dem durch Interpretenangabe deutlich als Solo-Album gekennzeichneten 2020er Werk in irgendeiner Form, sei es in den Arrangements oder in der dargebotenen Stil-Palette, einzuschränken, schenkt uns der mit allen Roots-Rock-Wassern gewaschene Sänger, Songwriter und Saitenspieler mit tatkräftiger Unterstützung von Dan Auerbach hier die ganze Breite der althergebrachten und aktuellen Americana-Möglichkeiten, und bleibt selbst bei diesen nicht stehen. Was hier zunächst recht verhalten akustisch in Neil Young's Country Folk-Gefilden beginnt, entwickelt sich schon im Lauf des ersten Songs zu einer hehren Hommage an die mitreißende Macht des gleißenden Southern Rock, um im zum Teil nahezu stilschwenk-waghalsigen Verlauf des saft- und kraftstrotzenden Vollwerks nichts mehr von seinem einmal aufgenommenem Schwung zu verlieren. Mit der vielinstrumentalen, co-produzierenden und co-kompositorischen Hilfe Auerbachs, dem meisterhaft begleitenden Beiwerk von u.a. Gene Chrisman (Drums), Dave Roe (Bass), Bobby Wood (Wurlitzer, E-Piano), Mike Rojas (B3, Piano, Clavinet, Vibraphone), Paul Franklin (Steel Guitar), gezielt gesetztem Streichwerk und einem dreistimmigem Gospelchor streift der nur äußerlich noch so jung wirkende Roots-Regent erfahrungssatt und mit gnadenlos genialer Gitarre bewaffnet durch sämtliche Bereiche der wurzelgewachsenen Musik, erfüllt Southern und Country Rock, Swamp-Blues und Mitternachts-Soul, glänzenden Blues-Rock und schneidenden Funk, sogar T. Rex-Boogie und gesegneten Gospel mit Liebe und Leidenschaft, Können und begeisternder Saitenspielkunst und auch als mitreißend phrasierender, schneidend intensiver Sänger hat er inzwischen seine eigene Meisterschaft errungen. Aufgenommen in Auerbachs Easy Eye Studios, Nashville, lebt die Songkollektion aber auch und vor allem vom beeindruckenden Wert des deftigen Dutzends Songs, die der Solo-Künstler in Cooperation mit gestandenen Autoren wie Auerbach, Pat McLaughlin, Ronnie Bowman, Paul Overstreet und Bobby Wood zu finaler Form schrieb, dabei die jeweiligen Eigenheiten für die so umso reichere Stil-Vielfalt des Albums nutzend. Dass der Mann als Gitarrist begnadet und als Sänger großartig ist, wussten wir bereits, jetzt setzt sich der König auch noch die Songwriter-Krone auf. (cpa)

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